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Meinungen Stephan Ures zum Werner-Rennen
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16:14 03.09.2018
Von Stephan Ures
Stephan Ures kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
Hartenholm

Sogar Roger Chapman trat wieder auf: Er ist jetzt 76.

Was sacht uns das? Im Rückblick war das Werner-Rennen 1988 auf dem Flugplatz Hartenholm perfekt. Natürlich nicht als Veranstaltung an sich, mit dem unkontrollierten Chaos, unter dem die Anlieger litten, mit der latenten Gefahr von Waldbrand, Exzessen und anderem, was wir uns auch drei Jahrzehnte später gar nicht vorstellen wollen. Aber die Paadie damals war genau wie Werner: anarchisch und sorglos. Es passte einfach. „Das muss drück‘n in‘ Gesicht“, schwärmte der langnasige Motorradjüngling seinerzeit. Freie Bahn mit Marzipan!

Heute schätzt es das Publikum eher, wenn es vegane Burger gibt, die Stromversorgung für die Kühlbox klappt, die Campingflächen penibel ausgeschildert sind und zwischen Lasertag Academy und Thai Wok Food auch ein Geldautomat steht. Warum auch nicht? Hartenholm ist beileibe nicht der einzige Beweis, dass sich mit der verklärten Erinnerung an die eigene Jugend Spaß haben und zugleich Geld umsetzen lässt. Frag mal Mick Jagger. Werner ließ es zwar wieder kesseln, aber heute am Montag holt er den VW Touran aus der Garage und fährt an seinen Schreibtisch im Sanitärhandel. Oder was?

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Christian Hiersemenzel 03.09.2018

Dass sie sich um bessere Luft am Theodor-Heuss-Ring in Kiel bemühen, steht außer Zweifel. Aber das Bild, das Stadt und Land dabei abgeben, ist von erschreckender Hilflosigkeit.

Kristian Blasel 01.09.2018

Das ist schon kurios: Ein vor wirtschaftlichem Sachverstand strotzendes Forschungsinstitut muss auf sein Erspartes zurückgreifen, um eine Millionen-Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben zu schließen.

Ulrich Metschies 01.09.2018