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Meinungen Tamo Schwarz zu Christian Dissinger
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21:39 08.10.2018
Von Tamo Schwarz
Tamo Schwarz ist Sportredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Aus dem Lieblingsschüler von Alfred Gislason wurde schnell der Immer-wieder-Ausfall, der sich gegen so manchen (ärztlichen) Rat den Traum von Olympia erfüllte, sich noch schwerer verletzte und irgendwann das Vertrauen seines Trainers verlor. Vertrauen, mit dem Lukas Nilsson und Nikola Bilyk gegenwärtig kübelweise überschüttet werden. Christian Dissinger hatte keine Chance mehr. Ohne Vertrauen ist er nur ein halber Mensch.

Das sind die Mechanismen des Sports, das weiß auch der 26-Jährige. Im Handball gibt es – wie überall – so’ne und solche Typen, und Dissinger ist ein richtig guter. Ein aufrechter Typ, der früh die Heimat verließ, um die Handball-Welt zu erobern, vom jähen Tod des Vaters, Kreuzbandrissen und einem Insolvenz-Fiasko hart getroffen wurde. Umgefallen ist er nie. Nur sehr schnell erwachsen geworden. Auf dem Feld geht der wurfgewaltige Rechtshänder weite Wege, stürzt sich in den Gegner, dass es wehtut zuzuschauen. Im Leben weiß Dissinger rechtzeitig abzubiegen. So wie jetzt. Er sitzt seinen noch fast zwei Jahre laufenden, gut dotierten Vertrag beim Rekordmeister nicht aus. Er wartet nicht einmal, bis er einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. Er will Klarheit, der Demütigung einer fortwährenden Ausbootung vorbeugen, tritt nicht nach. Das ist stringent, das ist branchenunüblich, das ist ein richtig guter Typ.

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