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Tamo Schwarz zur Handball-WM 2019

Kommentar Tamo Schwarz zur Handball-WM 2019

Das erste Gefühl: Empörung! Stell Dir vor, es ist Handball-WM, und Kiel ist nicht dabei! Wie kann das sein? Es kann, so zeichnete es sich schon in den vergangenen Tagen vor der heutigen offiziellen Bekanntgabe der Standorte für die Titelkämpfe in Deutschland und Dänemark 2019 ab.

Der Deutsche Handballbund (DHB) macht in seinen strategischen Überlegungen einen Bogen um Kiel und muss sich am Ende doch zumindest einen Vorwurf gefallen lassen.

 Denn einerseits wird niemand widersprechen, dass Berlin bei einer WM dabei sein muss. Jeder Handball-Fan weiß zudem, dass die Arenen in Köln und Hamburg – stets bewiesen bei den Final-Four-Turnieren in der Champions League und im DHB-Pokal – räumliche und infrastrukturelle Vorteile gegenüber der Sparkassen-Arena haben. Die Chefs des Kieler Kult-Tempels selbst gestehen ja ein, dass es nicht ohne erhebliche Anstrengungen möglich gewesen wäre, die (baulichen) Anforderungen des Weltverbandes IHF zu erfüllen.

 Aber der DHB wollte in seiner Strategie explizit auch auf Handball-Begeisterung setzen und muss sich nun die Frage gefallen lassen, warum er auf die Handball-Diaspora München setzt. In diesem Fall geriet Kiel die Nähe zu Skandinavien und zum Co-Ausrichter Dänemark, anders als bei der WM 2007, zum Nachteil. Tröstend ist jedoch: Der Weg ins Nachbarland, der Weg nach Hamburg, der Weg zu diesem Handball-Fest ist aus der Handball-Hauptstadt Kiel kein weiter.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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