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Meinungen Tamo Schwarz zur Krise beim THW Kiel
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23:56 24.09.2017
Von Tamo Schwarz

Da haben Trainer Alfred Gislason und Manager Thorsten Storm sukzessive Potenzial für eine große neue Ära in Schwarz und Weiß im Kieler Kader vereint. Dachte ich. Im August.

 Im September erschüttert ein sportliches Erdbeben die Landeshauptstadt, von den ersten sechs Saisonspielen hat der „FC Bayern des Handballs“ – ein in der Szene oft ehrfürchtig gezogener Vergleich – drei verloren. Gegen den Sechsten, Siebten und Elften der Vorsaison, also gegen das Hertha BSC, den SC Freiburg und das Eintracht Frankfurt des Handballs. Das ist peinlich, macht den Rekordmeister zur Lachnummer der Liga. Ich gebe zu: Ich bin ratlos.

 Ratlos, weil nicht der Eindruck entsteht, Gislason könne im Herbst seiner Karriere seine neu formierte Mannschaft nicht mehr erreichen, würde seine Arbeit nicht hinterfragen. Sondern weil das jahrzehntelang von Team zu Team vererbte Kieler Sieger-Gen die jüngste Evolution nicht überstanden hat. Grausam spült die Krise zutage, dass im Kader nicht ein neuer Trainer, sondern Siegertypen fehlen und dass es in den Strukturen weiteren Nachholbedarf gibt. Beim FC Bayern würde ein Psychologe die Verunsicherten wieder aufrichten. Beim THW ist das bislang nicht vorgesehen.

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