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Tanja Köhler zu Facebook

Kommentar Tanja Köhler zu Facebook

Facebook möchte den Newsfeed der fast 2,1 Milliarden Nutzer weltweit wieder menschlicher gestalten. Somit dürfte es für Unternehmen und Marken schwerer werden, im Newsfeed ihrer Fans aufzutauchen. Ein Aufschrei ist dennoch nicht angebracht. Bis heute hat ein Facebook-Like noch keine Rechnung bezahlt. Im Gegenteil.

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Tanja Köhler, Online-Chefin der Kieler Nachrichten

Quelle: Ulf Dahl

Wer bis zur Ankündigung von Mark Zuckerberg mit seiner Seite sichtbar sein wollte, musste zuletzt in Reichweite investieren. Die Durchdringung von nichtbezahlten Beiträgen sank seit 2016 kontinuierlich. Häufig tauchten nur noch Videos und gesponserte Beiträge im Newsfeed der Nutzer auf – oder Postings, die die eigene Meinung widerspiegelten. Gegen diese Filterblase geht Facebook nun vor. Mit dem neuen Algorithmus sollen künftig wieder mehr Beiträge von Freunden und Familienangehörigen sichtbar sein. Eine Rückbesinnung auf das, womit Facebook einst gestartet ist. Wer weiterhin Beiträge von Unternehmensseiten in seinem Newsfeed sehen möchte, muss aktiv werden.

Heißt: auf die Seite gehen, sie abonnieren und „Als Erstes anzeigen“ auswählen.

Seitenbetreiber müssen sich indes der Frage stellen, wie sie Erfolg in sozialen Netzwerken definieren und wie abhängig sie sich von Facebook machen wollen. Nicht die Anzahl von Likes und Kommentaren unter den Postings sollten der Maßstab sein. Unternehmen müssen unabhängig von Facebook und Co. so attraktiv sein, dass Nutzer gerne über sie sprechen.

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Ein Artikel von
Tanja Köhler
Mitglied der Chefredaktion

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Wieder mehr privates
Blick durch eine Lupe auf das Logo des sozialen Netzwerkes Facebook. Zukünftig sollen hier wieder mehr persönliche Inhalte zu sehen sein.

Mark Zuckerberg will Facebook wieder persönlicher machen: Mehr Beiträge von Freunden im Newsfeed – und weniger von Facebook-Seiten, denen man folgt. So sei das besser für das Wohlbefinden. Medien könnten durch die radikale Änderung im Nachteil sein.

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