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Meinungen Thomas Geyer zur Belastung der Justiz
Mehr Meinungen Thomas Geyer zur Belastung der Justiz
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07:49 11.01.2016
Von Thomas Geyer

Ob Mietverhältnis oder Handwerkerleistung, Arzt- oder Anwaltshaftung, Geschäfts- oder Familienleben – alle Bereiche unseres Alltags bergen Konflikte, um die im Zivilverfahren oft mit erheblichem Zeitaufwand gestritten wird.

Dass die Präsidentin des Landgerichts dabei trotz sinkender Eingangszahlen von steigender Belastung spricht, ist nachvollziehbar. Dass sie trotzdem darauf verzichtet, Alarm zu schlagen und neue Stellen einzufordern, zeigt Augenmaß. Schließlich gehört es zu den Aufgaben der Behörde, flexibel auf veränderte Anforderungen zu reagieren. Sie tut dies bereits durch personelle Umschichtung und sucht Entlastung durch strafprozessuale Verständigung und Mediation. Wenn der Druck trotzdem steigt, motiviert vielleicht ein Blick auf die Privilegien: Welcher andere Beruf bietet einen so familienfreundlichen Mix von Freiheit und Sicherheit? Auch deshalb haben die Juristinnen in den vergangenen 20 Jahren an Gerichten und Staatsanwaltschaften zahlenmäßig mit ihren männlichen Kollegen gleichgezogen. Mehrbelastung durch Teilzeitregelungen und Auszeiten sollte die Justiz klaglos abfedern.

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Natürlich ist es volkswirtschaftlich ein Wahnsinn, wenn alleine die Betreiber alternativer Energieanlagen in Schleswig-Holstein 2015 mehr als 200 Millionen Euro für Strom bekommen, den sie gar nicht geliefert haben – nicht liefern konnten, weil ihre umweltfreundliche Energie vom hoffnungslos überlasteten Stromnetz nicht mehr zu den Verbrauchern transportiert werden konnte.

Ulrich Metschies 10.01.2016

Mit der Frage, was alles hätte passieren können, wenn die Rendsburger Schwebefähre inmitten des Pendler- und Schülerverkehrs verunglückt wäre, mag sich keiner auseinandersetzen. Die Frage, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, muss dagegen dringend beantwortet werden.

Frank Behling 08.01.2016

„Die Unterelbe-Region zählte noch stets zu den Armenhäusern der Nation. In Dithmarschen etwa, wo es nicht viel mehr als Kohl und Kühe gibt, liegen die Löhne um ein Drittel unter dem schleswig-holsteinischen Landesdurchschnitt.“ Das schrieb „Der Spiegel“ im Oktober 1974 in einem langen Bericht über den Aufbau des Industriegebiets in Brunsbüttel.

Jörn Genoux 08.01.2016