Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Thomas Pfeiffer zum Debakel des HSV
Mehr Meinungen Thomas Pfeiffer zum Debakel des HSV
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 21.08.2013
Von Thomas Pfeiffer
Anzeige

Die chronischen Probleme sitzen tief. Die handelnden Personen sind auch 26 Jahre nach dem letzten Titelgewinn (DFB-Pokal) von dem Bewusstsein durchdrungen, dass der HSV ein Spitzenklub sei. Konkreter formuliert: Das herausragende Alleinstellungsmerkmal ist die Abwesenheit von Demut. Anders ist es nicht begreifbar, dass sich jeder Neuzugang in kurzer Zeit das Mantra aneignet, das volle Leistungsvermögen lediglich nach Gutdünken punktuell abzurufen. Gutes Spiel und gute Kritiken nach dem 3:3 auf Schalke, und dann kommt mit Hoffenheim ein Beinahe-Absteiger der vergangenen Saison: Was soll also schief gehen? An dieser fatalen Nonchalance sind schon viele Trainer nach Happel gescheitert, und auch Thorsten Fink kann seine Wut inzwischen nicht mehr verbergen.

Ein im deutschen Profifußball einmaliger Klubaufbau, der den Fans Einfluss auf das operative Geschäft ermöglicht, sowie eine von Intrigen und Inkompetenz zersetzte Führungsebene tun ein Übriges. Der HSV muss mit einer grundlegenden Reform von Strukturen, Personal und Gedankengut ganz von vorn anfangen. Die Kraft und den Willen dazu wird der „Dino“ – leider – nur nach einem Abstieg finden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige