Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Ulf B. Christen zu Kitesurfern
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zu Kitesurfern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:39 26.01.2016
Von Ulf B. Christen

Inzwischen lassen sich in Deutschland bereits mehr als 20000 Menschen von Flugdrachen über das Meer ziehen – und das eben auch in Areale, in denen Vögel rasten oder überwintern.

Diesen Konflikt zwischen Natur und Sport gilt es zu lösen. Habeck kennt dieses Geschäft, und er ist Meister darin. Der Grüne hat schon manchen Dauerstreit beigelegt, etwa den zwischen Naturschutz und Muschel- sowie Stellnetzfischerei. Diesem Dialogansatz ist Habeck im Streit um das Kitesurfen treu geblieben. Nach den bisher bekannten Plänen soll der Wassersport in der Nordsee in großen Arealen erlaubt bleiben. In der Ostsee, wo es keinen Nationalpark gibt, ist das Problem ohnehin kleiner. Hier sollen die Kiter von weit weniger als einem Prozent der Wasserfläche ausgesperrt werden.

Der lautstarke Protest der Kite-Szene erklärt sich vor allem daraus, dass sie in Schleswig-Holstein bisher freien Flug hatten. Hinzu kommt ein gesundes Misstrauen, weil Habeck das Kiten über eine Bundesverordnung generell verbieten und dann Ausnahmen zulassen will. Wer Habeck kennt, kann durchatmen. Der Minister will das Kiten nur in geordnete Bahnen lenken, sich aber nicht als (Lenk-)Drachentöter profilieren. Er ist selbst begeisterter Surfer.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eltern holen ihre Töchter lieber von der Tanzstunde ab, Kollegen bringen die Kollegin noch bis vor die Haustür, Frauen suchen sich für die Joggingrunde sicherheitshalber eine Begleitung: Was passiert da gerade in Deutschland, in Schleswig-Holstein, in und um Kiel?

Christian Longardt 26.01.2016

Wir belasten unsere Böden mit Stickstoff und Pestiziden, laugen sie aus mit Monokulturen – alles im Vertrauen auf die Fähigkeit der Böden, sich zu regenerieren. Doch unsere Grundwasserproben zeigen: Diese Fähigkeit ist begrenzt und an einigen Stellen schon überschritten. Nicht nur deshalb ist die Abkehr von der Überdüngung notwendig.

Heike Stüben 25.01.2016

Das gehört schon fast zum guten Ton: Dass Unternehmen im Kampf um Milliarden-Aufträge nicht nur ihre Leistung herausstellen, sondern auch die Schwächen der Wettbewerber. Und für einen solchen Mega-Auftrag, um den ThyssenKrupp kämpft, gilt das erst recht. Ein faires Spiel der Kräfte ist das nicht.

Jörn Genoux 24.01.2016