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Meinungen Ulf B. Christen zu Krebs am Arbeitsplatz
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10:00 10.09.2018
Von Ulf B. Christen
Ulf B. Christen Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Zahlreichen Beschäftigten blieben unnötiges Leid und der Solidargemeinschaft enorme Kosten erspart. Das Sozialministerium beziffert die Ausgaben für Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle allein in Schleswig-Holstein auf mehr als als 500 Millionen Euro im Jahr. Die Kosten für den Ausfall der Beschäftigten in Büro oder Betrieb kommen noch hinzu.

Die Landeskampagne gegen Krebs am Arbeitsplatz kann auch aus einem weiteren Grund nur ein Anfang sein. Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten ist inzwischen auf 80 gestiegen, weil moderne Technik Menschen nicht nur schützen, sondern auch gefährden kann. So wurde die Liste der Berufskrankheiten jüngst um zwei Spezialformen der Leukämie erweitert. Betroffen sind Beschäftigte, die bestimmte Kunststoffe verarbeiten oder auch nur Bauteile auf 3D-Druckern fertigen. Hier ist Prävention gefragt, um eine Katastrophe wie beim Asbest zu verhindern.

Die angebliche „Wunderfaser“ ist ein trauriges Beispiel für die geringe Bedeutung des Arbeitsschutzes auch in der Politik. Der Höllenstoff wurde erst 1993 und damit zu einem Zeitpunkt verboten, als bereits viele Beschäftigte an Asbestose erkrankt waren. Ein Ende des Trauerspiels ist nicht in Sicht. Der Asbest-Krebs steckt immer noch in vielen älteren Gebäuden. Die Kampagne will auch darüber aufklären und den Arbeitsschutz vom Rand in die Mitte der Debatte bringen.

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Die Zins-Versicherungen des Landes wirken auf den ersten Blick wie eine wilde Zockerei mit Steuergeldern. Steigen die Zinsen, spart Schleswig-Holstein Millionen. Bleiben die Zinsen im Keller, muss das Land kräftig draufzahlen.

Ulf B. Christen 07.09.2018

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