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Meinungen Ulf B. Christen zu den Flüchtlingskosten
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zu den Flüchtlingskosten
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08:48 12.10.2015
Von Ulf B. Christen

Daraus folgt, dass die Schleswig-Holsteiner über kurz oder lang den Gürtel ein bisschen enger schnallen müssen. Willkommenskultur gibt es eben nicht zum Nulltarif.

Die Regierung scheut sich, diese angeblich unpopuläre Botschaft zu verbreiten. Grund ist vor allem die Befürchtung, dass die Pro-Flüchtlings-Stimmung in der Bevölkerung gänzlich kippen könnte. Diese Sorge darf aber nicht dazu führen, die Bevölkerung hinter die Fichte zu führen, also für dumm zu verkaufen. In diesem Jahr wird das Land mit gut 300 Millionen Euro mehr als drei Prozent seines Etats für Flüchtlinge ausgeben. Im nächsten Jahr könnten es fünf Prozent sein.

Diese Ausgaben sind einerseits unvermeidlich, weil die Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf brauchen und versorgt werden müssen. Die Ausgaben sind andererseits eine Investition in die Zukunft. Viele der Flüchtlinge wollen bei uns bleiben, werden sich mit unserer Hilfe integrieren und damit die ansonsten alternde Gesellschaft verjüngen. Kurzum: Die Asyl-Euros sind mittel- bis langfristig gut angelegt, vorausgesetzt, die Zahl der Flüchtlinge hält sich in Grenzen.

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