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Meinungen Ulf B. Christen zur Flüchtlingskrise
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23:00 30.09.2015
Von Ulf B. Christen

Das wird mehr als schwierig, weil die Aufnahmeeinrichtungen bereits überfüllt sind, es in manchen Städten kaum noch freie Wohnungen gibt und viele ehrenamtliche Helfer schon seit Monaten mehr arbeiten als eigentlich möglich ist.

Natürlich kann man jetzt darüber diskutieren, ob neben Krieg und Armut auf der Welt auch Politik und Medien in Deutschland mitverantwortlich für das Ausmaß der Flüchtlingswelle sind. Diese Debatte muss und sie wird eines Tages geführt werden. Wichtiger ist derzeit aber, sich mit aller Kraft auf die neue Asylwelle einzurichten und die Flüchtlinge warm und sicher durch den Winter zu bringen. Notfalls müssen die Schleswig-Holsteiner ein Stück zusammenrücken.

Klar ist aber auch, dass die Belastungsgrenze bald erreicht ist. Deshalb muss der Berliner Asylkompromiss ohne Abstriche auch in Schleswig-Holstein umgesetzt werden. Das schließt eine möglichst humane, aber schnelle Abschiebung von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive ein. Eine solche Praxis dürfte dazu führen, dass die Flüchtlingszahlen in einigen Monaten sinken und das Asylrecht auf seinen Kern zurückgeführt wird. Es soll und muss Menschen, die politisch verfolgt werden oder aus Kriegsregionen flüchten, eine neue und sichere Heimat bieten.

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Eines muss man Aloys Altmann ja lassen: Der Chef des Steuerzahlerbundes wagt sich weit vor auf kommunalpolitisches Terrain, wenn er ausgerechnet den Kleinen-Kiel-Kanal im Schwarzbuch seiner Organisation als Zumutung für Steuerzahler geißelt. Selbstverständlich ist das 12,5-Millionen-Projekt ohne Landes- und Bundeszuschüsse kaum realisierbar.

Jürgen Küppers 30.09.2015

Das Banner der Taliban weht wieder über Kundus. Gerade zwei Jahre nach dem Abzug der deutschen Truppen überfallen Aufständische die Kliniken und Schulen, die mit viel Mühe wieder aufgebaut worden sind. Die Nachricht vom Fall der Stadt erschreckt nicht nur Kabul, sie erschüttert auch Berlin.

Stefan Koch 30.09.2015

Ein katholischer Jugendpastor stellt zweifelhafte Zeitungsartikel ins Internet, schimpft von der Kanzel, dass nur die „richtige“ Familie gut und dass das Abendmahl nicht für jeden gedacht ist. Da schlagen die Wellen im weltoffenen Schleswig-Holstein hoch. Unser Land ist ein multikulturelles und multireligiöses Land. Und das ist gut so.

Kristiane Backheuer 30.09.2015
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