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Meinungen Ulf B. Christen zur Personaloffensive
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08:00 30.06.2018
Von Ulf B. Christen
Ulf B. Christen Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Mit den rund 1000 Stellen, die nicht wegfallen oder neu eingerichtet werden sollen, wird die Regierung selbst ihre wenig ambitionierten Sparziele nicht erreichen. Das ist angesichts der ersten dunklen Wolken am Konjunktur- und Zinshimmel eine dramatische Entwicklung.

Die Regierung schert das wenig. Sie geht den populären Weg und will den Forderungen nach mehr Personal für Polizei, Justiz und Schulen nachkommen. Hier ist eine fundierte Überprüfung nötig. Beispiel Polizei: In den nächsten Jahren soll es jetzt statt 310 stolze 500 Beamte zusätzlich geben – und das, obwohl die Zahl der Straftaten auf den tiefsten Stand seit 1980 gesunken ist. Im Schulbereich ist es ähnlich. Die Regierung will deutlich mehr Lehrer anheuern als geplant, obwohl es bis heute keine echte Bedarfsanalyse gibt, sondern letztlich nur die Hoffnung, dass Schule allein durch mehr Pädagogen automatisch besser wird.

Klar ist hingegen, dass jeder neue Beamte das Land langfristig fast drei Millionen Euro kostet und Schleswig-Holstein schon jetzt unter den wachsenden Pensionslasten ächzt. So gesehen plant Jamaika eine Art Zechprellerei. Das Motto: Wir lassen es uns heute gut gehen und lassen die nächsten Generationen die Rechnung begleichen.

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