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Ulrich Metschies zu den Immobilienpreisen

Kommentar Ulrich Metschies zu den Immobilienpreisen

Nun muss doch mal Schluss sein! So mag mancher seit Jahren schon denken, wenn wieder mal Zahlen zur Entwicklung des Kieler Immobilienmarktes veröffentlicht werden. Wie oft haben wir Experten sagen hören, dass die Preise in Top-Lagen an die Decke stoßen.

Tun sie aber nicht. Mit über 2000 Euro pro Quadratmeter ist der durchschnittliche Preis für Eigentumswohnungen in der Landeshauptstadt heute dort, wo er vor einigen Jahren lediglich im deutlich gehobenen Segment lag. Wer es besonders edel mag und gar nach einem Eigenheim in Düsternbrook Ausschau hält, der sollte locker mit der Größenordnung 4000 Euro kalkulieren.

 Das sind Sphären, in die Normalverdiener sich nicht kaum vorwagen können. Für sie stellt sich eher die Frage, ob es langsam nicht zu heiß wird, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen – zumindest, wenn man einigermaßen zentral wohnen oder schnell in die Stadt gelangen will. Die Antwort: Nein! Vorausgesetzt, man wägt Chancen und Risiken gut ab und lotet sauber aus, was einem wirklich wichtig ist.

 Die Zinsen sind nach wie vor so niedrig, dass sie die hohen Preise zum großen Teil kompensieren. Und das Risiko eines Wertverfalls ist in gefragter Lagen mit guter Infrastruktur sehr überschaubar. Wer aber meint, eine Immobilie kaufen zu müssen, weil das alle tun, der sollte die Hände davon lassen. Denn Betongold ist nicht nur teuer, es birgt auch Kosten und Risiken.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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