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Meinungen Ulrich Metschies zum HSH-Verkauf
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21:14 31.08.2017
Von Ulrich Metschies

Nein, endlich scheinen sich auch die Schifffahrtsmärkte von ihrer Dauerkrise zu erholen, die sich mit fataler Wirkung in die Bilanz gefressen hat. Mehr noch: Die Bank kann ihr Neugeschäft kräftig steigern und kommt beim Abbau milliardenschwerer Altlasten schneller voran als erwartet. Das sind gute Nachrichten bei einem Thema, das bislang vor allem Hiobsbotschaften produziert hat.

 Die Entwicklung ist natürlich kein Garant dafür, dass der Verkauf gelingt und den Ländern, der Bank und ihren mehr als 2000 Mitarbeitern eine Abwicklung erspart bleibt. Doch die Chancen steigen, dass ein oder mehrere Investoren bereit sind, Hamburg und Schleswig-Holstein die Bank abzunehmen und dafür Geld zu bezahlen. Selbstverständlich ist das nicht, weil der schlechte Teil der HSH noch immer mit Schrottkrediten in Höhe von 17 Milliarden Euro verseucht ist. Ein Investor, der sich die ans Bein bindet, will dafür auch etwas bekommen. Ob der Wert der Kernbank als Anreiz groß genug ist – das ist die Frage. Falls nicht, könnte erneut der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden. Wie bitter, nachdem klar ist, dass die Bank die 2009 gewährten drei Milliarden an Eigenkapitalhilfe plus zehn Milliarden Ländergarantie leider aufgebraucht hat.

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