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Meinungen Ulrich Metschies zum Meeresschutz
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10:00 08.10.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Misst man die europäische Umweltpolitik an den Erfolgen der vor zehn Jahren in Kraft getretenen Meeresstrategie-Richtlinie, dann kann das Urteil nur vernichtend ausfallen. Vom selbst gesteckten Ziel, ihre Meere bis 2020 in einen „guten Umweltzustand“ zu versetzen, ist die EU meilenweit entfernt. Wenigen Erfolgen, etwa bei der Verringerung des Phosphateintrages, stehen fataler Stillstand und schmerzhafte Rückschritte gegenüber. Viel zu wenig ist passiert gegen den Nährstoffeintrag durch die Landwirtschaft und die ungebremste Flut von Mikroplastik.

Die Forscher vom Kieler Institut für Weltwirtschaft haben natürlich Recht mit ihrer ungewöhnlich harschen Kritik an der Arbeit von EU-Umwelt- und Fischereikommissar Vella. Dessen wortreichen Nachhaltigkeitsbekundungen standen in den vier Jahren seiner Amtszeit schlicht zu wenig Taten gegenüber. Doch die Hauptschuld am schlechten Zustand unserer Meere trägt nicht Brüssel – sie ist den Mitgliedsstaaten zuzuschreiben. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass Vorgaben aus Brüssel nicht umgesetzt, sondern allzu oft Profitinteressen untergeordnet werden.

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