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Meinungen Ulrich Metschies zum Weltwirtschaftspreis
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21:26 18.06.2017
Von Ulrich Metschies

Sowohl Preisträger Horst Köhler als auch Dennis Snower lieferten eine Beschreibung der globalen Lage ab, die unter die Haut geht. Der frühere Bundespräsident warnt vor einer Gleichzeitigkeit dramatischer Entwicklungen, „an der die Welt zerbrechen kann“, und der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft sieht die Gefahr, dass schlafwandelnde Wirtschaftsbosse und Politiker den Globus in eine Katastrophe führen.

 Was an diesen Feststellungen denn so neu ist, könnte man fragen. Neu sicherlich wenig. Schon viele andere zuvor haben die aktuelle Lage unseres Globus’ verglichen mit dem Vor-Katastrophenjahr 1914. Bemerkenswert jedoch ist, dass der Weltwirtschaftliche Preis heute wie noch nie in seiner Geschichte als Signal gebraucht wird gegen tumbe Abschottungsrhetorik im America-First-Format. Donald Trump muss diesen Preis gar nicht kennen. Es reicht völlig, dass diese Auszeichnung Persönlichkeiten ehrt, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement die Welt ein bisschen besser machen – und ganz nebenbei jede Form von Nationalismus und Egoismus ad absurdum führt. So ist dieser Preis im Jahr 2017 weniger eine Warnung, sondern mehr denn je ein echter Mutmacher.

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