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Meinungen Ulrich Metschies zum Standort-Konflikt bei der HSH Nordbank
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum Standort-Konflikt bei der HSH Nordbank
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07:56 15.02.2016
Von Ulrich Metschies
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Die Unsicherheit für die 2800 Mitarbeiter könnte kaum größer sein. Wird es gelingen, das Institut bis Ende 2018 zu privatisieren – so wie es die Wettbewerbshüter aus Brüssel verlangen? Wie viele Arbeitsplätze wird ein Investor erhalten? Und: Wird es künftig weiter zwei gleichberechtigte Hauptstandorte geben? Wo so viel Ungewissheit herrscht, findet fehlgeleitetes Konkurrenzdenken reiche Nahrung. Und das ist brandgefährlich. Wenn ein Eigentümer derart plump für seinen eigenen Standort wirbt, dann redet er den anderen klein. Dies als „unsolidarische Unverschämtheit“ zu kritisieren, wie Kiels OB Ulf Kämpfer es tut, ist im Ton zwar recht rustikal, in der Sache jedoch ein Volltreffer.

Man sollte sich nichts vormachen: Nicht Hamburg und Schleswig-Holstein werden entscheiden, wo wie viele Stellen bei der HSH Nordbank erhalten bleiben, sondern der Investor. Doch die beiden Noch-Eigentümer dürfen bei der Gestaltung des Verkaufsprozess nicht nur einen hohen Preis anpeilen – sie müssen auch beschäftigungspolitisch besonnen agieren. Standorte gegeneinander auszuspielen, ist davon das Gegenteil.

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Sorry, liebe Nord-CDU: Ohne eine verpflichtende Quote, wie sie die SPD längst hat, wird sich der Frauenmangel nicht beheben lassen. Die Volkspartei fällt gerade in die 60er-Jahre zurück und wollte doch eigentlich jünger, moderner und weiblicher werden – wählbar für ein junges, intellektuelleres Publikum in Städten und im Hamburger Umland.

Christian Hiersemenzel 12.02.2016

Die Nato soll mit einem Marineverband Schleuserbanden in der Ägäis aufspüren. Hochkomplexe Kampfschiffe gegen kleine Schlauchboote. Wer sich halbwegs mit den regionalen Besonderheiten der Ägäis und mit den Schleuserbanden auskennt, kann nur den Kopf schütteln.

Frank Behling 12.02.2016

Das ist natürlich kein „Gutachten für Arbeitgeber“, was der Kieler Ökonom Dominik Groll vorgelegt hat. Und Groll propagiert auch keineswegs „Lohndumping“, wie der Chef des DGB Nord, Uwe Polkaehn, weiter unterstellt. Die Reaktion des Gewerkschafters auf die Untersuchung zeigt, wie öffentliche Diskussionen manchmal schon im Ansatz schieflaufen können.

Jörn Genoux 11.02.2016
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