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Meinungen Uta Wilke zum Anspruch auf Ganztagsschulen
Mehr Meinungen Uta Wilke zum Anspruch auf Ganztagsschulen
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08:03 29.07.2013
Von Uta Wilke

Fest steht, dass arme Länder wie Schleswig-Holstein und die Kommunen allein die Aufgabe nicht meistern können. In der Verantwortung wäre vor allem der Bund. Dazu muss aber erst einmal das unvernünftige Kooperationsverbot fallen, das ihm eine Finanzierung von Betriebskosten an den Schulen bisher unmöglich macht.

Fraglich ist allerdings, ob das Ziel am besten mit dem Instrumentarium Rechtsanspruch zu erreichen ist. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an den Schulen scheint zwar folgerichtig zu sein – nach dem 1996 eingeführten Rechtsanspruch auf Kita-Plätze für über Dreijährige und dem neuen Rechtsanspruch auf Krippen-Plätze für Kleinkinder. Doch er birgt auch Gefahren in sich. So könnte Quantität vor Qualität stehen, weil binnen kurzer Frist Ganztagsangebote aus dem Boden gestampft werden müssten.

Besser wäre es, Schritt für Schritt vorzugehen. Mit einem groß angelegten Programm, das vor allem in den sozialen Brennpunkten möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Besuch einer gut ausgestatteten Ganztagsschule erlaubt, wäre schon sehr, sehr viel gewonnen.

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