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Meinungen Anne Holbach zu Mieten in Innenstädten
Mehr Meinungen Anne Holbach zu Mieten in Innenstädten
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08:00 03.02.2018
Von Anne Holbach

Viele können sich das im Kampf gegen die Konkurrenz aus dem Netz einfach nicht mehr leisten. Andere wollen nicht viel für einen Laden ausgeben, wenn sich ein Standort nicht rechnet. Schon jetzt prägen internationale Ketten das Bild in Fußgängerzonen, weil hohe Preise nur noch für Filialisten bezahlbar sind. Inhabergeführte Geschäfte müssen erst mal viel verkaufen, damit die Kosten für die Eins-a-Lage wieder reinkommen.

Die gute Nachricht für Händler: Die Mietpreise gehen runter. Die schlechte: Nicht überall sind Vermieter entgegenkommend, weil sie lieber warten, ob nicht doch eine zahlungsfreudige Kette um die Ecke kommt. Dabei kann es nicht im Interesse der Eigentümer sein, dass langjährige Mieter ausziehen, weil es zu teuer wird, oder sich nach einer Geschäftsaufgabe kein Nachfolger findet. So gehen Einnahmen für Monate verloren.

Auch dem Stadtbild tut Leerstand nie gut. Wenn Loch neben Loch klafft, ist das wenig einladend. Kurzzeitmieter wie Pop-up-Stores in Kiel sind sicherlich ein gutes Mittel, um zeitweise Lücken zu schließen. Eine Lösung sind sie aber nicht. Je weniger langfristig geboten wird, desto geringer ist die Anziehungskraft für Kunden. Hausbesitzer täten deswegen gut daran, bei Preisverhandlungen Augenmaß zu behalten, sonst veröden Innenstädte und die Mieten sinken weiter.

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