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Meinungen Anne Holbach zum Familiennachzug
Mehr Meinungen Anne Holbach zum Familiennachzug
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21:34 08.02.2016
Von Anne Holbach

Fakt ist aber: Der Familiennachzug ist noch kein Massenphänomen. Im Jahr 2015 haben nur 442 Kinder ihre Eltern nachgeholt. Eine mickrige Fallzahl im Vergleich zu den Hunderttausenden Flüchtlingen, die derzeit nach Europa strömen.

Man könnte den riesigen Streit über den Familiennachzug deswegen unverhältnismäßig nennen. Und doch ist er wichtig, weil es hier um Kindeswohl geht. Egal, ob nur um das von Hunderten oder das von Zehntausenden.

Die Jugendlichen waren oft monatelang auf der Flucht – weit weg von zu Hause, ohne Mutter und Vater, auf sich allein gestellt. Nicht selten sind sie bei ihrer Ankunft traumatisiert. Nimmt man ihnen nun die Perspektive, ihre Eltern bald wiederzusehen, trägt das sicher nicht dazu bei, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Wer in ständiger Angst um die Angehörigen lebt, hat es schwerer, sich aufs Deutschlernen, eine Ausbildung und das Gewöhnen an eine neue Kultur einzulassen. Dabei hätten gerade die jungen Flüchtlinge gute Chancen auf Integration.

Kommentare
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Privat statt Staat? Was sich anhört wie ein guter Slogan, ist leider die Bankrotterklärung des dualen Systems zur Krankenhausfinanzierung. Die Krankenkassen übernehmen die Betriebskosten, die Länder die Investitionskosten – diese Rechnung geht schon lange nicht mehr auf.

Carola Jeschke 08.02.2016

Es ist gut, dass die öffentliche Diskussion über eine mögliche Flüchtlingsunterkunft in Suchsdorf auf die Sachebene geführt wurde. Man muss über das Für und Wider einer solchen Unterkunft streiten. Man kann aber nicht mit der Haltung in diese Diskussion gehen: Alles, was von offizieller Seite gesagt wird, ist gelogen.

Heike Stüben 08.02.2016

Um es gleich vorweg zu nehmen: Schriftliche Schulartempfehlungen sind keine tauglichen Kompasse zur Orientierung in der Schullandschaft (mehr). Nicht, dass sie in den meisten Fällen in die falsche Richtung gezeigt hätten.

Jürgen Küppers 06.02.2016
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