Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Bodo Stade zum Buß-Bericht
Mehr Meinungen Bodo Stade zum Buß-Bericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:35 06.07.2018
Von Bodo Stade
Bodo Stade. Quelle: Ulf Dahl
Anzeige
Kiel

Vielleicht war es auch deshalb schon von vornherein nicht die beste Idee, ausgerechnet Klaus Buß mit der unbequemen Aufgabe zu betrauen, Licht ins Dunkel der Rocker-Affäre zu bringen.

Wer das tun soll, muss vor allem eines begreifen: Es geht nicht um einen pauschalen Angriff auf die Landespolizei. Das behaupten immer nur diejenigen, die ein Interesse daran haben, dass ihr eigenes Handeln nicht unter die Lupe genommen wird. Es geht darum, die Fehler klar zu benennen, weil das die Polizei stärkt. Es geht aber natürlich auch um Gerechtigkeit.

Halten wir es nur einmal fest: Die beiden Ermittler, die auf eine vollständige Akte drängten und die Folgen bis heute spüren – sie waren im Recht! Und dabei spielt es keine Rolle, ob sich am Ende des Verfahrens etwas geändert hätte.

Buß hat mit seinem Bericht eine Fleißarbeit abgeliefert. Doch seine Botschaft, dass es gar keine Affäre gegeben habe und die Mobbing-Vorwürfe nicht mehr zu beweisen seien, wirkt mindestens verstörend. Es ist das falsche Signal. Es rückt den ganzen Bericht in ein schräges Licht. Wenn es noch eines Arguments bedurft hatte, dass die Aufklärung bei einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in den besten Händen liegt, dann hat es Buß gestern geliefert.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit einem Wort: ernüchternd. Anders lässt sich nicht beschreiben, welche Perspektiven es gibt, um dem zunehmenden Lärm auf den Straßen in Eckernförde zu begegnen.

Tilmann Post 06.07.2018

Die Hauptzollämter im Land machen einen guten Job, wenn es um die Bekämpfung von Schwarzarbeit und Verstößen gegen Mindestlöhne geht. Anders lassen sich aufgedeckte Schäden von 17 Millionen Euro nicht interpretieren.

Anne Holbach 06.07.2018

Die Zeit von Christian Zeitz beim THW Kiel ist vorbei. Der vor dem Arbeitsgericht geschlossene Vergleich zwischen dem Handball-Rekordmeister und Zeitz ist das unrühmliche Ende einer langen und erfolgreichen Ära, an deren Ende das Ansehen des einstigen Publikumslieblings nachhaltig gelitten hat.

Niklas Schomburg 05.07.2018
Anzeige