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Meinungen Carola Jeschke zur Kampagne "Der echte Norden" - Kontra
Mehr Meinungen Carola Jeschke zur Kampagne "Der echte Norden" - Kontra
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19:43 09.11.2015
Von Carola Jeschke

Nach einem Sommerurlaub in Dänemark kann man sich an der Grenze beim Anblick des rechthaberischen Slogans schon verwundert die Augen reiben. Echter Norden? War man da nicht gerade schon? Für diejenigen, die meinen, das solle man nicht so bierernst nehmen, zur Erinnerung: Diese groß angelegte Werbekampagne für das Land zwischen den Meeren ist nicht etwa einem Bürger-Ideenwettbewerb entsprungen. Nein, erfahrene Werbeprofis waren hier am Werk. Viel Geld wurde und wird locker gemacht, um dem Rest der Welt zu zeigen, wie wir hier oben so drauf sind. Echt oder echt inhaltsleer?

Schön, dass zwei Jahre nach dem Start wenigstens die Wirtschaft mit ihrer neuen, teuren Dachmarke warm wird, während vielen „echten“ Nordlichtern immer noch nichts dazu einfällt. Auch andere Bundesländer gewinnen keinen Blumentopf mit Slogans wie „Wir stehen früher auf“ (Sachsen-Anhalt) oder „be Berlin“ (Berlin). Aber wir waren mal das „Land der Horizonte“ – bunt, assoziativ, mehrschichtig. Und passten damit gut zum „Glückswachstumsgebiet“, das die Tash erfolgreich mit kantigen, authentischen Bildern bewirbt – jenseits von Rapsfeldern und Schafen. Die wären dann schon eher „echter Norden“: ein hübsches Klischee ohne Aussagekraft.

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Zwei Jahre nach ihrem Start wird immer noch über Sinn oder Unsinn der Standort-Dachmarke „Der echte Norden“ diskutiert. Das allein zeigt, dass der Slogan so schlecht nicht sein kann. Denn ein entscheidendes Ziel der Werbestrategen wurde schon erreicht: erhöhte Aufmerksamkeit für Schleswig-Holstein.

Uta Wilke 09.11.2015

30000 Besucher – bis gestern Abend sollte die 57. Auflage der Nordischen Filmtage die magische Zahl noch erreichen. Aber auch jenseits der Statistik, die mit 183 Filmen einen weiteren Rekord aufstellt, lässt sich das Jahr 2015 als Erfolgsausgabe feiern: ein durchgehend starkes Filmprogramm, hart am Puls der Zeit, und zahlreiche Gäste, die im Publikumsgespräch als Zeitzeugen fungieren und denen man tatsächlich persönlich nahe kommt.

Ruth Bender 08.11.2015

Die Flugbegleiter streiken – den Pausentag am Sonntag abgezogen – sieben Tage lang. Das ist Rekord in der Geschichte des Unternehmens. Den Kunden wird dabei erneut einiges zugemutet – und dem Unternehmen, das sich in einer eher schwierigen Lage befindet, auch. Daher darf die Frage gestellt werden, ob dieser Arbeitskampf noch verhältnismäßig ist.

Jörn Genoux 07.11.2015