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Meinungen Christian Hiersemenzel zum A20-Streit
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22:00 08.11.2018
Von Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent Christian Hirsemenzel Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Er weiß also genau, welche Reaktionen er auslöst, wenn er den vielen privaten Unterstützern von BUND und Naturschutzbund vorwirft, dem Standort Schleswig-Holstein zu schaden. Warum er es trotzdem tut? Die Provokation, ausgesprochen in Richtung der grünen Koalitionspartner, dient der Profilierung der CDU, von der zumindest ein Teil nur zu gern wieder konservativer werden würde.

Ob die A20 dafür das richtige Thema ist, darf bezweifelt werden. Die Hängepartie dauert an, und ob die Bundesverwaltungsrichter in Leipzig Ende des Monats zum vierten Bauabschnitt tatsächlich ein Urteil verkünden, ist offen. Möglicherweise warten die Juristen noch die Verhandlung des Europäischen Gerichtshofs zum Grundwasserschutz ab, heißt es – und das könnte das Verfahren um weitere eineinhalb Jahre verschleppen. Was für ein Elend.

Umso offener liegen in Arps Heimatkreis Steinburg-West die Nerven blank. Dass die CDU ihren Wählern den baldigen Baubeginn versprochen hat, jetzt aber nicht liefert, wiegt im südlichen Landesteil schwerer als in Kiel oder Flensburg. Mit seinen krachenden Vorwürfen kann Arp in dieser festgefahrenen Debatte nichts gewinnen. Er beweist nur eins: So harmonisch, wie alle dachten, ist es in der Koalition nun auch wieder nicht. Der Kurs von Jamaika-Kapitän Daniel Günther gerät ins Schlingern.

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