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Meinungen Christian Hiersemenzel zum SPD-Tief
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10:00 13.10.2018
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

 Umso bemerkenswerter ist ein Treffen, das Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner just an diesem Wochenende mit Genossen seines linken Parteiflügels veranstaltet. Es soll darum gehen, sich neu zu erfinden und auf mittlere Sicht verloren gegangene Stammwähler zurückzugewinnen. Dazu kann man ihm nur viel Erfolg wünschen.

Deutschland braucht eine starke Volkspartei SPD, mit der sich der Arbeiter, die Krankenschwester und der Angestellte im öffentlichen Dienst identifizieren kann. Wenn es den Sozialdemokraten gelingt, über den linken Flügel ihr Profil endlich wieder zu schärfen und die Sprache der kleinen Leute zu sprechen, sehen Konkurrenten von extrem Links, aber auch von extrem Rechts wie ein Abklatsch aus.

Stegners Impuls ist auch aus schleswig-holsteinischer Sicht interessant. Mit seiner programmatischen Arbeit beweist er wieder einmal, dass er einer der führenden intellektuellen Köpfe im Norden ist – einer, der sich weit über die Landesgrenze hinaus immer wieder Gehör verschafft. Längst wird hinter den Kulissen schon heftig diskutiert, ob sich Stegner nach seinem Verzicht auf den Parteivorsitz im nächsten Jahr wenigstens den Posten als Fraktionschef sichern kann. So dient sein Impuls zur Parteierneuerung auch dem eigenen Machterhalt.

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