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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Windkraftausbau
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23:13 06.07.2016
Von Christian Hiersemenzel

Staatskanzlei und Umweltministerium können und wollen den Kreisen nicht garantieren, dass Schleswig-Holsteins schöne Marsch- und Geestlandschaften, seine Auen und Deiche, Knicks und Wälder von einer Verspargelung verschont bleiben. Abwägungskriterien sind keine Tabukriterien, sondern windelweich. Das erklärt, warum gleich drei Kreise noch schnell weite Gebiete unter Landschaftsschutz gestellt haben. Es war ihre letzte Chance.

Natürlich ist der Ausdruck „Notwehr“, den Dithmarschens Landrat Jörn Klimant verwendete, gnadenlos übertrieben. Zum einen will die Landesregierung die Kreise ausdrücklich zur Ausweisung besonders schützenswerter Gebiete ermuntert haben. Zum anderen ist nicht jeder Bürger ein Windkraftgegner, mancher verdient über Beteiligungsanlagen sogar eine Menge Geld. Und die Hälfte der Schleswig-Holsteiner begrüßt es, dass mit dieser erneuerbaren Energie Atomkraft ersetzt und fossile Brennstoffe zurückgedrängt werden. Wie soll es anders gehen, wenn nicht durch alternative Stromerzeugung? Jetzt allerdings ist Augenmaß gefragt. Gelänge der Regierung ein Kniff, wie die Gemeinden am Ende doch noch mit ins Boot geholt werden könnten, um Abstandsgrenzen zu regulieren, wäre eine Menge gewonnen. Dann bräuchte es Maßnahmen wie in Dithmarschen, Nordfriesland und Plön nicht.

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