Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Christian Hiersemenzel zur 28-Stunden-Woche
Mehr Meinungen Christian Hiersemenzel zur 28-Stunden-Woche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 07.02.2018
Von Christian Hiersemenzel
Anzeige

Und dann gibt es Zeiten, in denen sich der Mensch um Beziehungen kümmern möchte: um seine Kinder, seine Partnerschaft, seine pflegebedürftigen Angehörigen – um sein Leben, und das duldet manchmal keinen Aufschub. Längst wissen wir um solche Verwandlungen, und doch hat sich die Arbeitswelt noch nicht hinreichend darauf eingestellt. Deshalb lässt der Tarifabschluss der Südwest-Metaller so aufhorchen.

Die Küsten-Kollegen machen sich bei den morgigen Verhandlungen Hoffnung darauf, dass das flexible Arbeitszeitmodell auch im Norden gängige Praxis wird – erst bei den Metallern, dann in anderen Branchen. Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel begünstigen diese Entwicklung. Zum Politikum wird das Ganze deshalb, weil die Gesellschaft auf ihrer Suche nach Work-Life-Balance praktikable Vorbilder benötigt, damit die vielbeschworene Vereinbarkeit von Familie und Beruf keine Utopie bleibt.

Die Jamaika-Regierungspartner gründen in diesen Monaten eine Zukunftswerkstatt. Es geht dort um soziale Sicherungssysteme, aber auch um eine sich verändernde Arbeitswelt unter digitalen Vorzeichen. Draußen im realen Leben gibt es jetzt einen Vorgeschmack, wie das funktionieren könnte.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist ein mühsames Geschäft, das immer weniger mit Fördermitteln, dafür zunehmend mit Außenwahrnehmung zu tun hat. Schnelles Internet, gute Verkehrsanbindungen und ausreichend Gewerbeflächen sind dabei wesentliche Grundfaktoren, mehr jedoch zunächst nicht. Um Unternehmen aus dem In- und Ausland nachhaltig vom Standort Schleswig-Holstein überzeugen zu können, muss das Gesamtpaket stimmen.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 06.02.2018

In der Drogenpolitik ist ein Kurswechsel nötig. Das gilt insbesondere für weiche Drogen wie Marihuana und Hasch. Sie gehören längst auch in Schleswig-Holstein zum Alltag vieler Menschen, sind aber anders als Alkohol oder Tabak verboten.

Ulf B. Christen 06.02.2018

Das ist schon irre: Eine Frau entbindet im Krankenhaus ein Kind, wie viel Unterstützung sie dabei aber von einer Hebamme bekommt, ist vom Arbeitsverhältnis abhängig. Ist es eine freiberuflich arbeitende Beleghebamme, muss sie höchstens zwei Geburten betreuen. Ist die Hebamme jedoch angestellt, dann schaut sie in den Wehen vielleicht nur mal vorbei, weil sie noch drei oder sogar vier andere Gebärende begleiten muss.

Heike Stüben 06.02.2018
Anzeige