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Meinungen Christian Longardt zur Kriminalitätsstatistik 2015
Mehr Meinungen Christian Longardt zur Kriminalitätsstatistik 2015
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22:00 07.03.2016
Von Christian Longardt

Wie im Fall der Kriminalitätsstatistik 2015, der ersten nach Beginn des historischen Flüchtlingszustroms. Das Zahlenwerk wurde aus unterschiedlichen Gründen herbeigesehnt: Die einen erhofften den ultimativen Beweis für die These, dass Flüchtlinge nicht häufiger straffällig werden als Nicht-Flüchtlinge; andere glaubten, nun werde endlich belegt, dass Asylbewerber massenhaft stehlen und Frauen bedrängen. Beide Erwartungen werden enttäuscht.

99 Prozent der Flüchtlinge seien nicht kriminell, hat Torsten Albig öffentlich behauptet. Rechnet man mit den Zahlen der Statistik, so wurden zwischen drei und sieben Prozent der Zuwanderer 2015 als Verdächtige aktenkundig – je nachdem, ob man auch Transitflüchtlinge mitzählt oder nicht. Bei den übrigen Schleswig-Holsteinern liegt der Anteil der Tatverdächtigen bei etwa zwei Prozent. Die Statistik zeigt aber auch, dass die große Mehrheit der Zuwanderer friedlich ist. So ist die absolute Zahl der Sexualstraftäter und Einbrecher unter den Asylbewerbern viel geringer als die von vielen Menschen gefühlte Bedrohung. Fazit: Es gibt keinen Anlass für Hysterie. Wer alle Flüchtlinge heilig spricht, liegt aber ebenso falsch

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