Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Frank Behling zum Unfall der Schwebefähre
Mehr Meinungen Frank Behling zum Unfall der Schwebefähre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:16 08.01.2016
Von Frank Behling
Anzeige

Die Untersuchung wird einige Wochen dauern. Die ersten Zeugenaussagen sowie ein Video lassen aber klar erkennen, dass die Fähre technisch funktionierte. Sollte, und danach sieht es im Moment aus, ein Fehler des Fährführers die Ursache sein, müssen die Vorgaben für die Schiffsbesetzung auf den Prüfstand.

Die Schwebefähre wurde von 1913 bis 2004 von zwei Besatzungsmitgliedern unfallfrei gefahren. Doch der zweite Mann fiel dem Spardruck und dem Vertrauen in automatisierte Techniklösungen zum Opfer. Ob das tatasächlich ohne Auswirkung auf die Sicherheitsstandards blieb, darf jetzt zumindest angezweifelt werden. In vielen anderen Bereichen der Berufsschifffahrt hat sich trotz moderner Technik das Vier-Augen-Prinzip wieder durchgesetzt. Auch alle großen Fähr- und Kreuzfahrtschiffe könnten prinzipiell von nur einem Menschen gefahren werden. Die privaten Reeder haben erkannt, dass dieser Weg zwar Kosten senkt, aber das Risiko gewaltig erhöht. Vor diesem Hintergrund sollte auch das Vorhaben, weitere Kanalfähren auf den Einmann-Betrieb umzustellen, überdacht werden. Bevor es wirklich zu einer Katastrophe kommt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Die Unterelbe-Region zählte noch stets zu den Armenhäusern der Nation. In Dithmarschen etwa, wo es nicht viel mehr als Kohl und Kühe gibt, liegen die Löhne um ein Drittel unter dem schleswig-holsteinischen Landesdurchschnitt.“ Das schrieb „Der Spiegel“ im Oktober 1974 in einem langen Bericht über den Aufbau des Industriegebiets in Brunsbüttel.

Jörn Genoux 08.01.2016

Mehr als hundert Frauen erlebten in der Silvesternacht in Köln und Hamburg einen Albtraum. Sie waren einer Überzahl enthemmter Männer ausgeliefert, die sie bedrängten, einkesselten, sexuell angingen. Zwei Frauen wurden vergewaltigt – mindestens –, alle anderen hatten Angst, dass es so weit kommen könnte.

Karen Schwenke 07.01.2016

AC/DC haben ihre „Rock-Or-Bust“-Tour verlängert und geben in diesem Jahr zwei Zusatzshows in Deutschland, eine davon im Hamburger Volkspark-Stadion. Die Kasse soll weiter klingeln, denn schon 2015 hat die australische Rockband im Konzertgeschäft satte 114 Millionen Dollar verdient, geschlagen nur von den irischen Kollegen von U2 (130 Millionen Dollar).

Thomas Bunjes 07.01.2016
Anzeige