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Meinungen Gerd Müller zum Niersbach-Rücktritt
Mehr Meinungen Gerd Müller zum Niersbach-Rücktritt
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21:39 09.11.2015
Von Gerhard Müller
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Vor knapp drei Wochen schrieb der ehemalige Sportjournalist einem Freund, es seien verdammt harte Zeiten, in denen an der medialen Front Nehmerqualitäten gefragt seien, die ihn an die absolute Grenze gehen ließen. Doch wer hat in Wirklichkeit die entscheidende Grenzüberschreitung begangen?

Womöglich lautet die Frage nicht, für was Niersbach nun die politische Verantwortung übernimmt, sondern für wen. Der 64-Jährige, der 1990 als Pressechef des DFB erstmals hautnah mit Franz Beckenbauer zusammenarbeitete und später als Vizepräsident Stellvertreter des „Kaisers“ im WM-Organisationskomitee 2006 war, könnte der Lichtgestalt des deutschen Fußballs einen letzten Dienst erwiesen haben. Im Grunde ist es nicht akzeptabel, dass Beckenbauer in der größten Krise des DFB zum Schattenmann wird. Wenn überhaupt jemand Licht ins Dunkel der WM-Vergabe 2006 bringen kann, dann der Mann, der als Spieler und Trainer Weltmeister war. Doch Beckenbauer residiert in Salzburg und schweigt.

Einiges spricht dafür, dass der Falsche Verantwortung übernommen hat. Oder glaubt jemand wirklich, Niersbach hätte die Fäden gesponnen, um das Sommermärchen nach Deutschland zu holen?

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Zwei Jahre nach ihrem Start wird immer noch über Sinn oder Unsinn der Standort-Dachmarke „Der echte Norden“ diskutiert. Das allein zeigt, dass der Slogan so schlecht nicht sein kann. Denn ein entscheidendes Ziel der Werbestrategen wurde schon erreicht: erhöhte Aufmerksamkeit für Schleswig-Holstein.

Uta Wilke 09.11.2015

Man solle die Exotik von Leuchttürmen, Wattenmeer und Backsteinarchitektur nicht unterschätzen, sagte jüngst Andrea Gastager, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash). Nur: Diese Art von Exotik gibt es auch in Niedersachsen. Und – abzüglich des Wattenmeers – auch in Mecklenburg-Vorpommern. Also was ist denn nun der echte Norden?

Carola Jeschke 09.11.2015

30000 Besucher – bis gestern Abend sollte die 57. Auflage der Nordischen Filmtage die magische Zahl noch erreichen. Aber auch jenseits der Statistik, die mit 183 Filmen einen weiteren Rekord aufstellt, lässt sich das Jahr 2015 als Erfolgsausgabe feiern: ein durchgehend starkes Filmprogramm, hart am Puls der Zeit, und zahlreiche Gäste, die im Publikumsgespräch als Zeitzeugen fungieren und denen man tatsächlich persönlich nahe kommt.

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