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Meinungen Heike Stüben zur Kfz-Nachrüstung
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10:00 20.07.2018
Von Heike Stüben
Heike Stüben Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Doch auch abseits dieser – völlig legitimen – Lobbyarbeit macht der Vorschlag Sinn. Denn die Software-Updates, zu denen die Eigner manipulierter Diesel-VW verpflichtet wurden, helfen den Autobesitzern und der Umwelt wenig: Der Großteil des Stickoxid-Ausstoßes wird weiter hinten aus dem Fahrzeug geblasen. Anders bei der Hardware-Umrüstung: Seit der ADAC Fahrzeuge mit solchen Systemen auf Tausenden von Kilometern getestet hat, gilt als belegt, dass damit der Stickstoff-Ausstoß um bis zu 88 Prozent reduziert werden kann. Eine deutliche Verbesserung. Die betroffenen Autobesitzer werden sie aber wohl nur nutzen, wenn VW und andere Abgas-Manipulateure die Kosten für die Nachrüstung übernehmen. Danach sieht es zurzeit leider nicht aus.

Dennoch sollten geprüft effiziente Nachrüst-Systeme zugelassen werden. Rund 70 Städte bundesweit reißen derzeit die Stickoxid-Grenzwerte. Jede Möglichkeit, diese rechtswidrige Belastung der Menschen zu senken, muss deshalb genutzt werden. Dass die Politik die Chance nicht ergreift, erscheint da fahrlässig.

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