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Meinungen Heike Stüben zum Krippenausbau
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12:00 09.03.2016
Von Heike Stüben

Der Rechtsanspruch auf eine Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr war kein Geschenk. Er war die einzige Möglichkeit, in nur kurzer Zeit viele Plätze für Kinder zu schaffen, die bis dahin in der Regel zu Hause betreut wurden. Die lange Familienphase war immer weniger gefragt: Die Wirtschaft forderte, dass die gut ausgebildeten Frauen auf dem Arbeitsmarkt abrufbar sind. Viele Frauen selbst wollten den Anschluss nicht verlieren, aber auch nicht auf Kinder verzichten. Vor allem aber müssen sie nach massiven Kürzungen an den Witwenrenten und dem Abschmelzen der Rentenhöhe insgesamt für ihr Auskommen im Alter sorgen. Und weil Männer zwar ein paar Monate, aber in der Regel nicht länger Elternzeit nehmen (können), blieb nur der massive Krippenausbau.

 Jetzt folgt das böse Erwachen, weil der Bund zwar massiv in den Kita-Ausbau investierte, die Betriebskosten aber auf die Länder verschob – die sie wiederum auf die Gemeinden abwälzten, die nun die Eltern zunehmend zur Kasse bitten. Keiner Seite muss man dabei bösen Willen attestieren – die Kosten, so scheint es, wurden ausgeblendet in dem Gesamtprojekt. Das rächt sich nun. Eine nachhaltige Lösung? Ist – mit oder ohne Kita-Gutschein für die Eltern – nicht in Sicht.

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