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Meinungen Heike Stüben zum Personalmangel
Mehr Meinungen Heike Stüben zum Personalmangel
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09:30 18.07.2017
Von Heike Stüben

Dass sich immer mehr von ihnen krank melden müssen, ganz aus dem Beruf verabschieden oder gar nicht erst die Anfangszeit überstehen, dass deshalb Betten leer bleiben und Patienten unnötig warten müssen – das ist bitter. Aber die Misere fällt nicht vom Himmel. Sie war absehzusehen, und das ist es, was die Beschäftigten, die noch übrig sind, und die Patienten zu Recht so wütend macht.

Was ist schief gelaufen? Nach der Einführung der Fallpauschalen wurden bundesweit Klinikstationen geschlossen, 50000 Pflegekräfte entlassen. Die Behandlung von kranken Menschen sollte wirtschaftlich und effizient sein, am besten soll noch eine ansehnliche Rendite einbringen. Niemand käme auf die Idee, eine Rendite oder zumindest eine schwarze Null von Schulen zu verlangen. Bei Krankenhäusern, einem Grundpfeiler der Daseinsvorsorge, wird das akzeptiert – und dabei vergessen, was das im Alltag auf den Stationen bedeutet, wie es die Motivation aushöhlt und am Ende den Ruf eines Berufes ruiniert. Dabei könnte der Beruf bei anderen Rahmenbedingungen boomen: Denn er kann äußerst befriedigend sein, wird immer benötigt und kann nie ins Ausland verlagert werden. Gewissheiten, die viele Berufe künftig nicht mehr bieten.

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Niemand hat erwartet, dass die Polizeiführung vor der Presse reumütig eine Überwachung von Journalisten einräumen würde.

Christian Longardt 17.07.2017

Es ist ein bitterer Einschnitt, zu dem sich die katholische Kirche in Kiel durchgerungen hat. Gläubige werden ihre gewohnten Gotteshäuser verlieren, das Gemeindeleben muss sich auf weniger Standorte konzentrieren. Die religiöse Heimat für viele Menschen wird sich verändern.

Kristian Blasel 17.07.2017

Als der Geschäftsführer den Vorschlag machte, einer möglichen technischen Überwachung unserer Zeitung so gut es geht auf den Grund zu gehen, haben wir dies in der Redaktion begrüßt. Aus seriösen Polizeiquellen hatten wir zuvor schließlich wiederholt gehört, wir müssten davon ausgehen, dass man uns beim Telefonieren zuhöre. Aber daran geglaubt, dass bei der Untersuchung mit dem Funkwellen-Detektor etwas gefunden wird, haben wir nicht.

Christian Longardt 17.07.2017
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