Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Jan von Schmidt zu Edeka
Mehr Meinungen Jan von Schmidt zu Edeka
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:14 10.11.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Allein Marktführer Edeka, der gemeinsam mit Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe für 85 Prozent des gesamten Lebensmittel-Einzelhandels steht, investiert etwa 1,9 Milliarden Euro in Märkte, Logistik und Produktionsbetriebe.

Gerade durch die Ausweitung der Eigenproduktion – Edeka verfügt bundesweit unter anderem über 17 eigene Fleischwerke und 16 Backbetriebe – sollen Kosten gesenkt und Gewinne gesteigert werden. Die Strategie des Unternehmens stößt bei den zumeist selbstständigen Kaufleuten nicht immer auf Gegenliebe: Aufgrund der harten Konkurrenz ist es kaum möglich, die teure Raumkosmetik auf die Preise umzulegen. Die etwa 670 zur Edeka Nord zusammengeschlossenen Kaufleute wollen bei Entscheidungen in einem sich rasant verändernden Markt stärker mitreden, nicht jedem Trend blindlings folgen, der wie der Online-Handel zunächst nur hohe Kosten verursacht.

Mit dem überraschenden Wechsel an der Spitze der Edeka-Regionalgesellschaft will der Aufsichtsrat ein Zeichen setzen und den Kaufleuten die Hand reichen. Bessere Abstimmung und flexiblere Entscheidungswege sind dringend notwendig, damit Edeka nach dem Angriff von Rewe die Spitzenposition im Norden verteidigen kann.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Klimaschutz und damit auch der Schutz von Mensch wie Tier scheinen endlich den Stellenwert zu haben, der ihnen zusteht. Das hat ziemlich lange gedauert, und wenn jetzt dem einen oder anderen der Geduldsfaden reißt, ist das in der Sache nachzuvollziehen.

Anne Gramm 10.11.2017

Diesel-Fahrverbot! In den Ohren vieler Autofahrer klingt das wie eine unheimliche Bedrohung. Wie eine komplette Unzumutbarkeit. Und schnell ist auch der Schuldige für dieses Drohszenario ausgemacht: die Deutsche Umwelthilfe.

Anne Steinmetz 10.11.2017

Natürlich wäre es schön, wenn nicht der Militärschiffbau mehr als 5000 Arbeitsplätze in der Region Kiel sichern würde, sondern die Produktion von Elektro-Autos, Waschmaschinen oder Frühstücks-Cerealien. Doch der U-Boot-Bau in Kiel als wirtschaftliches Schwergewicht ist Fakt.

Ulrich Metschies 09.11.2017