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Jan von Schmidt zur E-Mobilität

Kommentar Jan von Schmidt zur E-Mobilität

Laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) glaubt nur noch jeder fünfte Deutsche an eine Zukunft des klassischen Verbrennungsmotors. Und wenig überraschend trauen 59 Prozent den elektrifizierten Antrieben zu, 2030 den Markt zu dominieren – mit der klitzekleinen Einschränkung: Die Mehrheit der Befragten fühlt sich unzureichend über alternative Antriebstechnologien informiert.

Hersteller umwerben Kunden seit dem Dieselskandal verstärkt mit Umstiegsprämien und Sonderrabatten, der Staat lockt mit Kaufprämien und Steuerbefreiung. Und dann elektrisiert im Wortsinne Tesla-Chef Elon Musk mit der Vision vom bezahlbaren Elektroauto für alle – deutsche Hersteller tun sich mit dem Thema weiterhin schwer.

Dabei steht die Frage, welche Technologie sich im Endeffekt als Beste im Rennen um Marktanteile herausschält, eigentlich hintenan. Viel entscheidender wird sein, wie in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein Mobilität der Zukunft aussieht. Denn eines steht fest: Alleine durch neue Antriebsformen des Autos werden Klimaziele mittelfristig kaum zu erfüllen sein. Statt den Individualverkehr zu subventionieren, sollte deshalb mehr Geld in den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs fließen. Dazu gehört jedoch nicht nur ein Ausbau von Bus- und Schienenverkehr im ganzen Norden mit vernünftigen Taktungen. Dazu gehört auch ein mutiges Preismodell, das den Umstieg schmackhaft macht.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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