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Meinungen Jürgen Küppers zum Kieler Bildungsbericht
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zum Kieler Bildungsbericht
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07:48 04.02.2016
Von Jürgen Küppers

In der Tat enthält der jetzt vorgelegte Bildungsbericht mit der Auswertung einer Unmenge statistischer Daten inklusive Befragungsergebnissen von mehr als 500 Fachkräften oder Eltern viel Licht, aber auch so manchen Schatten. Gerade dieser ungeschönte Blick macht Hoffnung, dass es die Stadt jetzt wirklich ernst meint mit mehr Bildungsgerechtigkeit, die die Basis einer funktionierenden Integration von Familien mit Kindern bildet.

Gemeint sind hiermit nicht nur Familien mit dem Etikett „Migrationshintergrund“. Natürlich muss und wird die Stadt auch für Flüchtlingskinder neue Kitas bauen, Bildungs- und Betreuungsangebote bekannter machen und gezielter ausrichten auf Menschen mit wenig Deutschkenntnissen und/oder Geld. Solche Defizite nennt der Bericht bemerkenswert offen. Aber die Stadt gelobt in dem Bericht auch, Hilfestellung und Bildung insgesamt schärfer in den Blick zu nehmen. Denn entsprechende Angebote verteilen sich noch höchst ungleichmäßig auf Kiels Stadtteile. Das will sie ändern, profitieren würden davon alle. In zwei Jahren zeigt sich dann bei der angekündigten Fortschreibung des Berichtes, ob der Absicht auch Taten folgten. Insofern hat die Stadt jetzt ein Versprechen abgegeben. Allen Kieler Eltern.

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Als Deutschland 2004 Europameister und 2007 Weltmeister wurde, sprach man von blühenden (Handball-)Landschaften. Dann machten es sich die Verantwortlichen im Deutschen Handball-Bund gemütlich. Deutschland verpasste die Olympischen Spiele 2012, schaute bei der EM 2014 zu, profitierte bei der WM 2015 nur von einer Wild Card.

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„U34“ wird der internationalen Streitmacht am Horn von Afrika nicht fehlen. Aber dem deutschen U-Boot-Bau ist eine Chance entgangen, sein Können zu zeigen. Schuld daran sind weder unfähige Ingenieure noch die Industrie.

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