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Meinungen Jürgen Küppers zum Nordlicht-Umbau
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zum Nordlicht-Umbau
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10:00 23.11.2018
Von Jürgen Küppers
Lokalredakteur Jürgen Küppers Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Außerdem versprechen die neuen Discounter „Tedi“ und „Kik“ sowie das riesige Fitnesscenter „John Reed“ mehr Kundenfrequenz. Doch der Wandel im Nordlicht zeigt auch einen bedenklichen Trend, der in der Kieler Innenstadt immer deutlicher erkennbar wird.

Überleben können in City-Toplagen offenbar am ehesten noch umsatzstarke Discounter mit den Maximen: möglichst breit sortiert, möglichst zentral gelegen und vor allem: möglichst billig. Dabei benötigen die Billigheimer gar nicht so viel Platz für ihre Sortimente. Womit das nächste Problem auftaucht: Die großen Ladenlokale, die oft auch noch auf mehrere Stockwerke verteilt sind, will kaum noch einer. Sie stehen leer. So wie zum Beispiel das Ex-„Ansons“ in der Holstenstraße.

In Zeiten boomenden Internethandels sind Innenstadtgeschäfte allenfalls noch „Schaufenster“ mit kleinem Sortiment zum Gucken und Ausprobieren. Oder um den Kontakt zum leibhaftigen Kunden nicht komplett zu verlieren, der trotzdem lieber per Mausklick einkauft. Dass ausgerechnet eine Fitnesskette jetzt rund 2000 Quadratmeter mietet, ist ein Signal: Auf Dauer braucht die City andere Nutzungskonzepte gegen den Leerstand – vielleicht für Kinos, Gastro-Betriebe, Start-up-Büros, Wohnungen oder Wellness-Tempel. Aber das müsste die Stadt durch entsprechende Genehmigungen auch wollen.

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