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Jürgen Küppers zum Schultoiletten-Problem

Kommentar Jürgen Küppers zum Schultoiletten-Problem

Ein Aussitzen des Schultoiletten-Problems kann man Land und Stadt wirklich nicht vorwerfen.

Das Finanzministerium macht für die Sanierung der Sanitäranlagen innerhalb von zwei Jahren rund 17,5 Millionen Euro locker. Die Kommunen schultern noch einmal 25 Prozent der Kosten, zudem investiert die Stadt Kiel noch in Zusatzreinigung und neue Hygiene-Technik. Doch zur ganzen Wahrheit gehört auch: So wie bei Schulsanierungen insgesamt wurde und wird nach wie vor (zu) lange gewartet, bis etwas passiert. Folge: Der Stau eigentlich dringend nötiger Baumaßnahmen ist so gewaltig, dass er selbst durch den jetzt gewährten großzügigen Fördernachschlag nicht aufgelöst werden kann. Im Klartext heißt das: In Kiel und wohl auch in anderen Kommunen mag zwar der schlimmste Druck zur Beseitigung des Toiletten-Problems abnehmen, ganz verschwinden wird es so aber nicht.

Dass es jetzt überhaupt angegangen wird, ist dem Glücksfall des aktuellen Haushaltsüberschusses zu verdanken. Sollten die Kassen in den kommenden Jahren aber wieder klammer werden, dürfte es dann wohl auch schnell wieder zu Ende sein mit der vom Finanzministerium selbst so bezeichneten „Erfolgsgeschichte ,Go für Klo’“. Damit zumindest die ersten Kapitel dieser Geschichte gut ausgehen, müssen auch die Schulen ihren Hygiene-Beitrag leisten, damit die neuen Anlagen nicht schon nach kurzer Zeit wieder ganz schön alt aussehen. Sonst würde eine im Grundsatz saubere Sache schnell wieder ins Gegenteil verkehrt.

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Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Sanierung Schultoiletten
Foto: Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel, Finanzministerin Monika Heinold und Heidrun Fischer (von links) schauen sich eine Schultoilette an.

Das Thema schmutzige Schultoiletten soll nicht länger anrüchig bleiben. Rund 7,5 Millionen Euro stellt das Finanzministerium nun für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung. Damit legt das Land jetzt ein zweites Förderprogramm auf.

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