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Meinungen Jürgen Küppers zum Y-Modell
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07:00 17.01.2018
Von Jürgen Küppers

Selbst wenn es wahrscheinlich so weit nicht kommt, offenbart dieses sich jetzt ausgerechnet in Mettenhof abzeichnende Alleinstellungsmerkmal eines Kieler Gymnasiums die ganze Absurdität des G8-/G9-Gezerres. Erst durfte das THG mit seinem Y-Modell als einziges Kieler Gymnasium mit Rücksicht auf die Sozialprobleme des Stadtteils neben dem Turbo- auch das Langsam-Abi anbieten. Bei der Rolle rückwärts zu G9 punktet das THG jetzt erneut, weil das (wahrscheinlich) weitergeführte Y-Modell künftig weiter G8 zulässt.

Ob das wirklich ein Wettbewerbsvorteil im Ringen um neue Schüler ist, bleibt abzuwarten. Trotzdem dürften manche Schulleiter, die diese flexiblen G8-/G9-Optionen nicht haben, neidvoll nach Mettenhof blicken. Aber so ist das eben mit bildungspolitischen Kompromissen wie dem Y-Modell, das die FDP 2010 ihrem Koalitionspartner CDU (damals glühende G8-Verfechterin) als Kompensation abgerungen hatte: Dieser Kompromiss wirkt im Rückblick wie ein Versuch, den Gymnasien die Kompetenz zuzusprechen, ihre pädagogische Ausrichtung selber zu bestimmen. Doch dieser Versuch ist an der bislang unbewiesenen Vermutung gescheitert, dass ein G9-System für alle Schulen im Norden auch das beste ist.

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SPD-Landeschef Ralf Stegner hat sich scheinbar verzockt. Der Obergenosse hatte seine Parteifreunde im Norden noch im November darauf eingeschworen, dass die SPD die GroKo „unter keinen Umständen“ fortsetzt. Was folgte, war das Scheitern von Jamaika im Bund und ein beispielloser Sinneswandel.

Ulf B. Christen 16.01.2018

Es ist eine beeindruckende Bilanz, die der Kieler Hafen 2017 erreicht hat. Erstmals gab es auf allen Feldern ein Plus. 7,4 Millionen Tonnen Ladung sind ein neues Allzeithoch in der Bilanz. Im Vergleich zu Lübeck und Rostock ist Kiel beim Güterumschlag zwar noch weit zurück, doch der Kurs stimmt. Der Umschlag ist in Kiel aber nur ein Teil der Bilanz.

Frank Behling 15.01.2018

Uns Menschen fällt es schwer, das zu schätzen, was selbstverständlich erscheint. Die Ostsee zählt zu diesen scheinbaren Selbstverständlichkeiten.

Ulrich Metschies 15.01.2018