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Meinungen Karen Schwenke zu den Mietobergrenzen
Mehr Meinungen Karen Schwenke zu den Mietobergrenzen
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09:53 18.09.2017
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Spielt die Stadt auf Zeit, um Geld zu sparen? Braucht sie tatsächlich so lange, um sorgfältig zu berechnen und zu prüfen, wie der Sozialdezernent sagt? Oder will man gar die Auswirkungen, die die neuen Obergrenzen auf den gesamten Wohnungsmarkt haben, hinauszögern?

Fakt ist: Dieser Markt ist angespannt, das weiß jeder, der eine Wohnung sucht, und so steht es auch im neuen Wohnungsmarktbericht. Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum steigt weiter und damit steigen auch die Mieten. Sie steigen eben noch mehr, wenn die Mietobergrenzen angehoben werden. Denn weil die Stadt für 18000 Hartz-IV-Haushalte die Wohnung bezahlt, ist sie der größte Nachfrager und beeinflusst damit das Marktgeschehen, ob sie will oder nicht. Was sie bereit ist, maximal zu zahlen, betrifft nicht nur Hilfeempfänger, sondern das müssen auch alle anderen für günstigen Wohnraum ausgeben.

Es kann also durchaus ein sozialer Gedanke hinter der mutmaßlich unsozialen Verzögerung stecken. Sozial ist es aber nur, wenn unter dem Strich Hilfeempfängern keine Nachteile entstehen. Das hieße allerdings, die Mietobergrenzen rückwirkend zu erhöhen.

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