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Meinungen Klaus-Ulrich Tödter zur Straßenbeleuchtung
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05:00 03.02.2018
Von Klaus-Ulrich Tödter

Um einen Streit über das Nachfolgemodell zu vermeiden, setzen Komunalpolitiker und Bürgermeister auf das Votum der Bürger. Aber ist das richtig? Sind nicht die Stadtvertreter gewählt, um selbst Entscheidungen zu treffen, statt sich davor zu drücken, wenn es schwierig wird?

Doch in diesem speziellen Fall liegt die Sache anders. Die Diskussionen in der Vergangenheit haben gezeigt, wie unterschiedlich die Bewertungen ausfallen. Stadtbildprägend seien die gelben Leuchten, meinen die Einen. Deshalb müsse das Nachfolgemodell so ähnlich aussehen, aber auf jeden Fall wieder gelb sein.

Als urhässlich bezeichnen hingegen die Gegner die gelben Laternen und wünschen sich dringend eine neue Form und eine neue Farbe.

Deshalb ist es nur folgerichtig und vernüftig, die Entscheidung der Bevölkerung zu überlassen, auch wenn die Aufstellung der verschiedenen Musterleuchten und der Wahlgang rund 10000 Euro kosten. Der Politik muss zugute gehalten werden, dass sie bereits eine Vorauswahl getroffen hat, so dass die Kaltenkirchener nur unter sechs Exemplaren auswählen dürfen.

Das Wichtigste aber beim Verfahren ist die Gerechtigkeit: Alle ab 14 Jahren bekommen einen Wahlzettel ins Haus und dürfen votieren. Hut ab vor soviel Basisdemokratie.

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