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Klaus-Ulrich Tödter zur Straßenbeleuchtung

Kommentar Klaus-Ulrich Tödter zur Straßenbeleuchtung

Kaum etwas bewegt die Kaltenkirchener so sehr wie die gelben Lampen. Weit mehr als 200 davon stehen allein in der Innenstadt. Und die sind meist marode und müssen ersetzt werden.

Um einen Streit über das Nachfolgemodell zu vermeiden, setzen Komunalpolitiker und Bürgermeister auf das Votum der Bürger. Aber ist das richtig? Sind nicht die Stadtvertreter gewählt, um selbst Entscheidungen zu treffen, statt sich davor zu drücken, wenn es schwierig wird?

Doch in diesem speziellen Fall liegt die Sache anders. Die Diskussionen in der Vergangenheit haben gezeigt, wie unterschiedlich die Bewertungen ausfallen. Stadtbildprägend seien die gelben Leuchten, meinen die Einen. Deshalb müsse das Nachfolgemodell so ähnlich aussehen, aber auf jeden Fall wieder gelb sein.

Als urhässlich bezeichnen hingegen die Gegner die gelben Laternen und wünschen sich dringend eine neue Form und eine neue Farbe.

Deshalb ist es nur folgerichtig und vernüftig, die Entscheidung der Bevölkerung zu überlassen, auch wenn die Aufstellung der verschiedenen Musterleuchten und der Wahlgang rund 10000 Euro kosten. Der Politik muss zugute gehalten werden, dass sie bereits eine Vorauswahl getroffen hat, so dass die Kaltenkirchener nur unter sechs Exemplaren auswählen dürfen.

Das Wichtigste aber beim Verfahren ist die Gerechtigkeit: Alle ab 14 Jahren bekommen einen Wahlzettel ins Haus und dürfen votieren. Hut ab vor soviel Basisdemokratie.

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Klaus-Ulrich Tödter

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Neue Lampen
Foto: Frank Bentzien von der Firma Pohl installierte in der Kirchenstraße in Kaltenkirchen eine der neuen Musterleuchten.

Die gelben Lampen in der Kaltenkirchener Innenstadt sind marode, können bei Bedarf kaum noch repariert werden und sind zudem technisch völlig veraltet. Über das Nachfolgermodell dürfen die Bürger entscheiden.

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