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Meinungen Kristian Blasel zu Kiels Katholiken
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08:00 17.07.2017
Von Kristian Blasel

ber es ist ein Schritt, der konsequent ist – weil sich niemand der Realität verweigern kann. Eine Kirche, die in Deutschland unter einem dramatischen Priestermangel leidet, die immer weniger und vor allem kaum noch jüngere Menschen für die Gottesdienste begeistert und zudem mit sinkenden Steuereinnahmen rechnen muss, kann nicht an ihren alten Strukturen festhalten. Strukturen, die entstanden sind, als nach dem Krieg Zehntausende katholische Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen sind. Offensichtlich ist nun: Die Anziehungskraft der Kirche hat deutlich nachgelassen.

Ob damit auch die Bedeutung der Katholiken in und um Kiel sinkt, ist jedoch nicht ausgemacht. Die Attraktivität einer Religionsgemeinschaft – und das gilt gleichermaßen für die Protestanten im Norden – hängt nicht von der Zahl ihrer Gebäude und Gotteshäuser ab. Sondern davon, ob die Menschen, die sich zu dem Glauben bekennen, glaubwürdig und überzeugend sind. Erst wenn diese Zahl noch weiter schrumpft, haben die christliche Kirchen im Norden ein existenzielles Problem.

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Als der Geschäftsführer den Vorschlag machte, einer möglichen technischen Überwachung unserer Zeitung so gut es geht auf den Grund zu gehen, haben wir dies in der Redaktion begrüßt. Aus seriösen Polizeiquellen hatten wir zuvor schließlich wiederholt gehört, wir müssten davon ausgehen, dass man uns beim Telefonieren zuhöre. Aber daran geglaubt, dass bei der Untersuchung mit dem Funkwellen-Detektor etwas gefunden wird, haben wir nicht.

Christian Longardt 17.07.2017

Unglücke kündigen sich nicht an. Das hat sich gestern auch auf der Kieler Förde gezeigt. Die Havarie der „Mosvik“ geschah ohne Ansage an einem Freitagnachmittag. Nur um Haaresbreite konnte die Besatzung ein Kentern verhindern.

Frank Behling 14.07.2017

Dass bei uns in Deutschland relativ selten Häuser einfach so einstürzen, hat ganz viel mit Dingen zu tun, die kaum jemand liebt: Regulierungen, Verordnungen, Auflagen, Bestimmungen. Sicherheit und moderne Wohnstandards haben ihren Preis, und das ist auch in Ordnung so.

Ulrich Metschies 14.07.2017