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Meinungen Kristian Blasel zu Matthiesen
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10:00 25.08.2018
Von Kristian Blasel
Kristian Blasel. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

 Dass Menschen nicht rund um die Uhr so diszipliniert sind, wie sie es sich wahrscheinlich selbst wünschen, ist alle andere als verwerflich. Und der Betroffene ist mit den gesundheitlichen Folgen schon genug bestraft.

Wenn jedoch der zweithöchste Polizist der Region zum Auftakt der wichtigsten Einsatzwoche des Jahres bis in die Morgenstunden unterwegs ist und schließlich alkoholisiert so stark verunglückt, dass er für Monate dienstunfähig ist – dann ist das keine Privatsache mehr, sondern ein Beispiel für Verantwortungslosigkeit, die in dieser Position nicht hinnehmbar ist. Zumal eine komplette Polizeidirektion, die sehr genau auf das Auftreten ihrer Führungskräfte schaut, die Folgen zu spüren bekommen hat.

Die Spitzen von Polizei und Innenministerium, die sich nichts mehr als Ruhe im eigenen Laden wünschen, haben dies glücklicherweise erkannt und sofort die nötigen Konsequenzen gezogen. Fachkompetenz allein, das hat auch der Fall des Verfassungsschützers Büddefeld gezeigt, reicht nicht aus, um eine Behörde erfolgreich zu leiten. Der Führungswechsel in der Kieler Direktion verläuft nun etwas „holprig“, wie der scheidende Chef Thomas Bauchrowitz einräumt. Aber das kompromisslose Vorgehen ist die Voraussetzung dafür, dass bald wieder Stabilität in dieser wichtigen Behörde einkehren kann.

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