Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Marina Kormbaki zur Wiederwahl von Bsirske
Mehr Meinungen Marina Kormbaki zur Wiederwahl von Bsirske
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:56 23.09.2015
Von Marina Kormbaki

Er riet zuletzt seinen Leuten davon ab, auf Maximalforderungen zu beharren, und sprach davon, dass jahrzehntelange Lohndiskriminierungen „nicht im Handstreich“ zu beseitigen seien. Kurzum: Er bat um mehr Zeit. Die hat er nun.

Übertrieben wäre jedoch, im Ergebnis einen Denkzettel zu sehen. Bsirskes Autorität bleibt unangefochten, das ihm entgegengebrachte Vertrauen ist groß – und das hat paradoxerweise auch viel mit den ungelösten Dauerkonflikten in Kitas und bei Amazon zu tun. Verdi hat sich da als kämpferische Kraft positioniert, allein von Januar bis Juli zählte die Gewerkschaft 1,5 Millionen Streiktage. Das kam gut an: Im selben Zeitraum traten gut 100000 Arbeitnehmer der Gewerkschaft bei. Und der Kampf geht weiter. Er wird auf neue Felder wie das der Pflege ausgeweitet werden, machte Bsirske deutlich. Doch nicht nur zunehmende Tarifflucht von Unternehmen und betriebliche Auslagerungen werden Bsirske in seiner fünften Amtszeit plagen. Er muss auch einen Nachfolger finden und aufbauen. Das wird nicht einfach werden, denn Verdi – das ist bisher vor allem Bsirske.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es mag vielleicht (noch) kein Sieg auf ganzer Linie sein, aber eines macht der Stadtmarken-Monitor erfreulich deutlich: Kiel kann oben mithalten in der Gunst der Deutschen. In fast allen bundesweit abgefragten Kategorien von Sympathie, Sauberkeit, Sicherheit oder Lebensqualität lag die Stadt mehr oder minder deutlich über dem Durchschnitt. Manchmal sogar vor Berlin oder Düsseldorf. Die Studie lässt aber auch den Schluss zu: Da ist noch Luft nach oben.

Jürgen Küppers 23.09.2015

Der betont nüchterne Auftritt („Das Auto“), die Minister im Aufsichtsrat, die meist mehr als ordentlichen Tarifabschlüsse: Manch einem erschien Volkswagen schon selbst wie eine große, mächtige, aber auch wohlwollende Behörde.

Dirk Schmaler 22.09.2015

Vertrauen, davon ist man bei VW offiziell überzeugt, entscheidet in unserer Zeit über wirtschaftlichen Erfolg. Wenige Konzerne haben das so früh erkannt und so konsequent nach außen verkauft wie Volkswagen. Allerorten ist von Verantwortung die Rede, der Wolfsburger Konzern engagiert sich für Umwelt und Gesellschaft – will nicht nur groß, sondern auch gut sein.

Stefan Winter 22.09.2015
Anzeige