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Merle Schaack zu Flüchtlings-Wohnungen

Kommentar Merle Schaack zu Flüchtlings-Wohnungen

Oft genug müssen Verwaltungen sich vorwerfen lassen, wahre Bürokratie-Monster zu sein. In Flüchtlingsfragen ist aber Spontaneität gefragt.

Schließlich weiß niemand, wie viele in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten in den Kreis Plön kommen und hier Schutz suchen. Umso begrüßenswerter ist es, wenn pragmatisch gehandelt und nach den besten Lösungen für alle gesucht wird – auch mal auf dem kurzen Dienstweg.

Doch dabei sollten Flüchtlinge nicht zu Zahlen auf dem Papier reduziert werden. Denn neben dem ersten und dringendsten Problem – nämlich eine Unterkunft – darf man nicht aus den Augen verlieren, dass es bei der Verteilung der Menschen auf die Ämter und Gemeinden auch um das weitere Zusammenleben vor Ort geht.

Insofern ist es nicht reine Sturheit oder Faulheit des Kreises, auf den Zuweisungsquoten zu beharren. Vielmehr geht es um Integration. Darum, dass Flüchtlinge nicht Flüchtlinge bleiben, sondern im besten Fall bald als Mönkeberger, Schönkirchener oder Heikendorfer zählen. Dieser Prozess muss überall weiter vorangetrieben werden. Nicht nur dort, wo schon angemietete Wohnungen leerstehen und die Unterbringung deshalb am einfachsten ist.

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