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Meinungen Niklas Schomburg zum Weltcup-Final-Aus
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21:57 04.09.2017
Von Niklas Schomburg

Es geht ums Geld, nämlich um das der Sponsoren. Klar, dass Uhrenhersteller Tutima als Kieler-Woche-Sponsor keine Rolex-Werbung im Olympiahafen lesen will und Volvo es nicht gern sieht, dass ganz Schilksee Audi-beflaggt ist. Dass darunter eine Sportveranstaltung leidet, ist bedauerlich. Doch auch wenn es schmerzt: Ohne finanzkräftige Sponsoren wäre die Kieler Woche nicht durchführbar. Für ein Jahr Weltcup – die Rückkehr wäre zunächst nur eine auf Zeit gewesen – Partner zu verprellen und 2019 mit leeren Händen dazustehen, wäre ein Fehler. Die Abhängigkeit von Sponsoren ist nicht optimal, aber nicht zu ändern.

Sportlich ist der Weltcup-Status erstrebenswert, aber nur in Verbindung mit den großen Feldern, die den Charakter der Kieler Woche ausmachen. Niemand will in Kiel nur dünn besetzte Konkurrenzen mit weniger als 20 Booten sehen, wie es beim Weltcup-Finale 2017 in Santander der Fall war, und dafür die Masse der Segler ausschließen. Die Kombination aus großer Breite und absoluter Weltspitze sowie die Einbettung in ein großes Volksfest machte immer den Reiz der Kieler Woche aus. Die Veranstalter sind nun in der Pflicht, die Spitze zurückzuholen. Dafür müssen top-organisierte Welt- und Europameisterschaften und andere Großevents in Kiel stattfinden. Nur so lässt sich der Slogan „Sailing City“ mit Leben füllen.

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Subventionen gehören ohne Zweifel zum erfolgreichen Umbau der Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, um sie gegenüber fossilen Kraftwerken wettbewerbsfähig zu machen. Wenn aber zum Beispiel Windkraftanlagen immer effizienter Strom produzieren und wesentlich preiswerter hergestellt werden können, muss daran auch die Förderdauer und -höhe ausgerichtet sein.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 04.09.2017

Es ist noch gar nicht lange her, da galt diese Zahl nicht nur bei den Verantwortlichen der Karl-May-Spiele selbst als schlicht utopisch: 300.000. So viele Zuschauer in einer Spielzeit? Man möge doch bitte die Kirche im Dorf – oder vielmehr: im Indian Village – lassen.

Thorsten Beck 03.09.2017

Handball ist eine der Top-Sportarten in Deutschland – und bekommt jetzt endlich die verdiente mediale Aufmerksamkeit. So steht es auf der Homepage von Sky. Ein Werbespruch des Bezahlkanals noch ohne erkennbaren Wahrheitsgehalt.

Gerhard Müller 02.09.2017