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Meinungen Petra Stöver zu Schuluntersuchungen
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18:55 17.01.2018

Sie wollen bürgernah sein – das schreiben sich die Behörden in den Rathäusern, Amtsstuben und im Kreishaus selbst auf die Fahnen. Und sie möchten jungen Familien einen Anreiz bieten, hier zu leben und zu arbeiten. Der Kreis will Zeichen setzen, in seiner Selbstdarstellung liest sich das so: „Kinder sind ausdrücklich willkommen und erwünscht. Familien erhalten weitreichende Unterstützung.“

Klar, es ist mit Sicherheit kein Entscheidungskriterium, wenn es um die Wahl eines Wohnorts für die Familie geht, ob mein Kind in der Schule in der Nachbarschaft oder im Kreishaus in Bad Segeberg auf Schulreife hin begutachtet wird. Es geht ja auch nur um einen einmaligen Arztbesuch. Aber dahinter steht die Frage: Kommt die Behörde zum Bürger oder lässt die Behörde die Bürger zu sich kommen? An der Antwort lässt sich die tatsächliche Bürgernähe der Behörde ausmachen. Der Kreis hat entschieden, schon Fünf- und Sechsjährige auf den Weg in ein fernes Verwaltungsgebäude zu schicken, statt sich in der Schule, die sie bald besuchen werden, schon mal umschauen zu können. Bürgernähe sieht anders aus.

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