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Meinungen Thomas Geyer zur Justiz im Land
Mehr Meinungen Thomas Geyer zur Justiz im Land
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19:19 04.10.2015
Von Thomas Geyer

Umso wichtiger ist die Verhandlungsatmosphäre, die wesentlich von der Kammer bestimmt wird. Der Vorsitzende muss als Moderator den Ablauf vorgeben, permanent zwischen rund 50 Beteiligten vermitteln und juristisch korrekt auf unterschiedlichste Bedürfnisse reagieren.

Trotz Verzögerung ist der Prozessauftakt gelungen. Das macht Hoffnung, dass die Verhandlung nicht unnötig blockiert wird. Schließlich belasten schon ältere Rekordverfahren das Kieler Landgericht. So „feierte“ der SMS-Prozess um Millionenabzocke mit Flirt-Charts gerade sein sechsjähriges Bestehen.

Und am Montag startet bereits der dritte Prozessanlauf gegen zwei Brüder aus Schilksee, die das Leben eines asthmakranken Raubopfers auf dem Gewissen haben. Sollte die Justiz eines Tages kollabieren, liegt dies weniger an wachsender Kriminalität. Eher an handwerklichen Fehlern und dem Drang von Verteidigern und Staatsanwälten, den Rechtsweg bis zum bitteren Ende auszureizen, auch wenn es im Strafmaß nur noch um Nuancen geht.

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Es gibt sie auch hier in Schleswig-Holstein, die Miesepeter, die das Rad der Geschichte am liebsten zurückdrehen würden. Die allen Ernstes meinen, der morgige 3. Oktober 2015 sei doch kein Grund zum Feiern.

Christian Longardt 01.10.2015

Glückwunsch für dieses Lehrstück gelebter Demokratie. Die Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ hat nicht nur erfolgreich für ihr Anliegen gekämpft. Sie hat auch gleichzeitig allen Nörglern den Wind aus den Segeln genommen, dass sich politisches Engagement nicht lohnt.

Martina Drexler 01.10.2015

Am Ende brachten neun Millionen Euro den Durchbruch. So viel wollen die kommunalen Arbeitgeber im Vergleich zum Schlichterspruch vom Juni draufzahlen, um den Tarifkonflikt im Sozial- und Erziehungsdienst zu beenden.

KN-online (Kieler Nachrichten) 30.09.2015
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