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Meinungen Thomas Pfeiffer zum DFB-Skandal
Mehr Meinungen Thomas Pfeiffer zum DFB-Skandal
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21:27 16.10.2015
Von Thomas Pfeiffer

Noch bevor justiziable Beweise und Zeugenaussagen sämtliche Verfehlungen transparent machen, hat sich das Epizentrum der Erschütterungen gestern von den schweizerischen Verbandszentralen in Zürich (Fifa) und Nyon (Uefa) aus nach Frankfurt am Main ausgeweitet. Dort sitzt der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der sich im Meer der Skandale stets als Insel der Sauberkeit verkauft hat.

Glaubwürdig war das nie. Seit der WM 1998 in Frankreich stehen sämtliche Turniervergaben unter dringendem Korruptionsverdacht. Warum sollte ausgerechnet unser Sommermärchen von 2006, das sich sechs Jahre zuvor unter dubiosen, bis heute ungeklärten Umständen mit 12:11 Stimmen gegen Südafrika (den Kandidaten von Fifa-Boss Joseph Blatter) durchsetzte, unschuldig sein? Weil der damalige Bewerbungschef Franz Beckenbauer so ein charmanter Weltmeister ist? Nein, die Fifa und deren Entscheidungsprozesse sind seit Jahrzehnten ein übel riechender Sumpf, und wer dort etwas erreichen wollte, musste eintauchen und mitschwimmen. Die Vorstellung, dass eine Lichtgestalt dank ihres Heiligenscheins Strukturen überwinden konnte, die Züge organisierten Verbrechens tragen, hat mit der Lebenswirklichkeit wenig zu tun.

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