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Meinungen Ulf B. Christen zum AfD-Eklat
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21:31 05.09.2018
Von Ulf B. Christen
Ulf B. Christen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das gilt insbesondere für die Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein. Sie stand bereits vor ihren unsäglichen Äußerungen zu Chemnitz mit einem Bein im rechtsextremistischen Lager. Seit ihrem Auftritt im Landtag steht sie dort auch mit dem anderen.

Mit Sayn-Wittgenstein haben sich ihre vier Mitstreiter im Landtag zum Fall für den Verfassungsschutz gemacht – und sich aus jeder ernsthaften Debatte verabschiedet. Politisch ist das kein Verlust. Die AfD denkt, arbeitet und handelt monothematisch. Sie führt alle Probleme im Land bis hin zum Klimaschutz auf die Flüchtlinge zurück und gießt so Öl ins populistische Feuer. Hinter den Phrasen und Parolen, das wurde im Landtag deutlich, verbirgt sich ein anti-demokratisches Weltbild. Die AfD glaubt wirklich, dass sie das gesamte Volk vertritt und Merkel&Co demnächst aus dem Amt kippen kann.

Zur Erinnerung: Die AfD holte bei der Landtagswahl 2017 gerade mal 5,9 Prozent. Wie viele Wähler dabei nur den etablierten Parteien einen Denkzettel verpassen wollten, ist offen. Klar ist, dass seit gestern keine Ausrede mehr gilt. Jedes Kreuz für die AfD ist letztlich eines gegen Menschenrechte, Pressefreiheit und unsere Demokratie.

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