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Meinungen Ulrich Metschies zu Roaming-Gebühren
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zu Roaming-Gebühren
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07:19 28.10.2015
Von Ulrich Metschies

Auf Druck der EU sinken die umstrittenen Roaming-Gebühren seit Jahren, und im Sommer 2017 werden sie praktisch komplett verschwinden. Das ist die eine, die schöne Seite der EU-Parlamentsentscheidung.

Die andere aber ist bedeutsamer und leider ziemlich unschön. Denn im Streit um die Verkehrsregeln auf den Datenautobahnen haben die Parlamentarier einen Kompromiss besiegelt, der zwar einen diskriminierungsfreien Zugang zum Internet verspricht, tatsächlich jedoch den Weg in die Zwei-Klassen-Gesellschaft im Web ebnet. Prinzipiell gilt zwar „Netzneutralität“ – das heißt, alle Daten sollen auf ihrem Weg von A nach B gleichbehandelt werden. Tatsächlich jedoch können sich Kunden über „Spezialdienste“ Vorfahrt erkaufen. Das ist sinnvoll, wenn ansonsten Datenpakete einer Fernoperation mit der gleichen Priorität behandelt würden – wie der Stream eines Horrorvideos. Zu befürchten ist jedoch, dass Onlineanbieter nun massenhaft Premium-Dienste erfinden, mit denen sie sich eine goldene Nase verdienen. „Netzneutralität“ wäre dann purer Etikettenschwindel.

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Der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein trägt eine riesige Verantwortung, zumal in diesen Zeiten. Er muss nichts weniger managen als den größten Flüchtlingszustrom nach dem Zweiten Weltkrieg, immer neue Not-Unterkünfte organisieren, besorgte Bürger und erboste Bürgermeister beruhigen. Eine Krisensitzung nach der anderen, seit Monaten ein mörderischer Job. Da kann nicht alles gelingen, da kann man schon mal Fehler machen, gar keine Frage.

Christian Longardt 28.10.2015

Nur ein paar Tage noch, dann beginnt wieder die Grünkohlzeit. Doch jetzt, nach der Veröffentlichung einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation, fallen bange Blicke auf die Kochwurst und auf das würzige Kasseler. Was vielen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, ist aus Sicht von Ernährungsforschern eine multiple Todsünde.

KN-online (Kieler Nachrichten) 27.10.2015

Man kann es sich leicht machen und behaupten: Die Polen sind Jaroslaw Kaczynski auf den Leim gegangen. In Teilen trifft das sogar zu. Bis in linke und liberale Kreise hinein herrschte vor der Wahl die Meinung vor, der rechtspopulistische Scharfmacher vergangener Tage sei mit seinen 66 Jahren irgendwie altersmilde geworden.

KN-online (Kieler Nachrichten) 26.10.2015
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